Hannover: Frontzeck erklärt seinen Plan

Cherundolo weg, Andreasen bleibt

Verständnis für Kind und Fink: Hannovers Trainer Michael Frontzeck.

Verständnis für Kind und Fink: Hannovers Trainer Michael Frontzeck. picture alliance

Frontzeck über...

...seinen neuen Zweijahresvertrag: Ich denke, dass die vergangenen Wochen gezeigt haben, dass mir die Arbeit trotz der prekären Situation Spaß gemacht hat. Es waren die intensivsten fünf Wochen, die ich in meiner Fußballerlaufbahn durchlebt habe. Ich habe mir nach dem Gespräch am Dienstag mit Herrn Kind einen Tag Bedenkzeit erbeten. Da war der Vertrag schon ausverhandelt.
...Martin Kinds Parallelverhandlungen mit weiteren Kandidaten wie Thorsten Fink: In meinem Fall waren wir uns zwar einig, aber es war zu diesem Zeitpunkt noch nichts unterschrieben. Ich weiß, wie das Geschäft läuft, und es ist absolut legitim und auch notwendig für einen Klub, sich für alle Fälle vorzubereiten, solange noch nichts unterschrieben ist.
...sein Konzept: Der Ansatz muss sein, aus Dingen zu lernen. Ziel für Hannover 96 muss es sein, nicht mehr in diese Situation wie zuletzt zu geraten, sondern mehr Stabilität zu bekommen. Es wird einiges neu formiert und die Mannschaft vielleicht auch in ihrer Struktur ein stückweit verändert sein. Hannover hat die erfolgreichste Zeit mit dem schnellen Umschaltspiel gehabt. Es wurde relativ einfach gespielt, aber sehr erfolgreich.

...Kaderveränderungen: Wir haben erst seit ein paar Tagen Planungssicherheit. Allzu viel Zeit haben wir nun nicht mehr, den Kader zusammenzustellen. Ich denke, dass wir ihn verkleinern werden, weil er mir mit 29 Spielern einen Tick zu groß ist. Es wird auch einen Durchlass zur U19 geben. Ich habe es ganz gerne, wenn auch Eigengewächse die Chance bekommen, bei den Profis mitzutrainieren. ...Neuzugänge: Wir haben einen Grundstamm und werden jetzt keine zehn neuen Spieler dazu holen - drei bis fünf maximal.
...Leon Andreasen: Ich mag ihn sehr als Spieler und als Person. Ich denke, dass wir ihn nächstes Jahr weiter in Hannover sehen werden.
...Jimmy Briand: Da werden wir sicher in Gespräche treten und schauen, wie er sich entscheidet. Man konnte sehen, dass er ein guter Spieler ist. Ich kann Tayfun Korkut verstehen, dass er ihn unbedingt auf dem Platz haben wollte.
...den Wechsel von Kapitän Lars Stindl: Wir versuchen es auf mehreren Schultern zu verteilen. Ihn eins zu eins zu ersetzen, wird schwer. Wir werden jetzt nicht einen Spieler holen und sagen, dass das der Stindl-Ersatz ist. Da würde man dem Neuzugang keinen Gefallen mit tun.

Er ist zuletzt in die Kritik geraten, was ich so aber nicht nachvollziehen kann.

Michael Frontzeck über Dirk Dufner.

...Co-Trainer Jan-Moritz Lichte: Er bringt vieles mit, was einen Fußballtrainer ausmacht. Ich bin froh, dass wir ihn weiter für uns gewinnen konnten.
...Co-Trainer Steven Cherundolo: Er steht für die neue Saison nicht zur Verfügung. Es war abgesprochen, dass es für ihn darum ging zu helfen, und er war eine große Hilfe, weil er den Zugang zur Mannschaft hatte und viel wusste. Er war ein wichtiges Bindeglied, geht aber nun wieder zur U15 zurück, um seine Trainerlaufbahn in kleinen Schritten zu planen und umzusetzen. Von daher ist diese Position neu zu besetzen.
...Manager Dirk Dufner: Wir haben sehr vertrauensvoll in den vergangenen sechs Wochen zusammengearbeitet. Gerade auch die Gespräche in den letzten Tagen zeigen mir, dass er sehr wichtig ist für die Umsetzung der Dinge, die wir vorhaben. Er ist zuletzt in die Kritik geraten, was ich so aber nicht nachvollziehen kann, weil ich aus diesen sechs Wochen ein anderes Bild habe. Von daher bin ich froh, dass es bei dieser Konstellation bleibt.
...die Saisonvorbereitung: Es ist noch die Planung von Tayfun Korkut, an der wir nicht groß herumdoktern werden. Am 24. Juni geht es los, wo das Trainingslager stattfinden wird, müssen wir jetzt noch abklären.

Aufgezeichnet von Toni Lieto

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