Aalen will seinen Trainer nicht nach Fürth ziehen lassen

Zahlt das Kleeblatt die Ablöse für Ruthenbeck?

Stefan Ruthenbeck

Kommt er oder kommt er? Trainer Stefan Ruthenbeck will von Aalen nach Fürth - doch es gibt eine Hürde. picture alliance

Erst am Donnerstag hatte Mike Büskens nach kurzer Bedenkzeit die endgültige Entscheidung gefällt: Der 47-Jährige beendet sein Intermezzo in Fürth, er sieht seine Mission nach zwölf Spielen und dem Klassenerhalt als erledigt an und nimmt wieder seinen Hut. Daher sondieren die Verantwortlichen der Spielvereinigung nun den Markt nach potenziellen Nachfolgern.

Dabei stießen Präsident Helmut Hack und Direktor Profifußball Michael Mutzel auf Stefan Ruthenbeck, der in der abgelaufenen Spielzeit den VfR Aalen nicht vor dem Abstieg in die 3. Liga bewahren konnte. Mit dem Coach hat sich die Fürther Führungsriege bereits ausgetauscht. Nach kicker-Informationen würde dieser den Posten an der Seitenlinie bei den Franken zwar gerne übernehmen, fix ist der Transfer entgegen anderslautender Medienberichte aber noch nicht.

Scholz besteht "auf Erfüllung des Vertrages"

Die Hürde: Ruthenbecks Kontrakt in Aalen. Das Arbeitspapier läuft noch zwei Jahre, Präsident Berndt-Ulrich Scholz möchte dem Trainer keine Freigabe erteilen, sondern trotz des Abstiegs weiterhin mit ihm zusammenarbeiten. "Wir bestehen auf die Erfüllung des bis 2017 laufenden Vertrages", sagte Scholz am Freitag.

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So müsste Fürth eine Ablösesumme berappen, um Ruthenbeck aus seinem Vertrag freizukaufen. Dass Hack in der Vergangenheit Transfers bevorzugte, bei denen er nicht allzu viel Geld in die Hand nehmen musste, ist kein Geheimnis. Bleibt abzuwarten, ob der Klubboss dieses Mal über seinen Schatten springt.

Ruthenbeck arbeitet seit drei Jahren für den VfR. Zunächst war er eine Saison lang für die Reserve verantwortlich, ehe er zum Cheftrainer der ersten Mannschaft befördert wurde. Seine Premierensaison schloss Ruthenbeck mit dem Klub von der Ostalb auf Rang elf ab, nun muss der Verein, dem wegen Lizenzverstößen zwei Punkte abgezogen worden sind, absteigen - und Ruthenbecks Zukunft bleibt vorerst ungewiss.

lei