Fortunas Aksoy enttäuscht über seine Zeit als Interimstrainer

Schmitz: "Es ist amateurhaft, wie wir Tore fangen"

Lukas Schmitz

Ist verärgert über die Leistung seiner Mannschaft: Fortunas Lukas Schmitz. picture-alliance

"Jetzt stehen wir mit leeren Händen da. Auch wenn es für uns um nichts mehr ging, wollte ich die Saison gerne mit einem Sieg beenden. Jetzt müssen wir das Spiel abhaken und mit einer Niederlage in die Sommerpause gehen", stellte Aksoy nach der Partie ernüchtert fest. Mittelfeldspieler Lukas Schmitz zeigte sich verärgert über die erneute Niederlage und sprach nach der Partie gegen Frankfurt Klartext: "Gute Abwehrarbeit ist nun einmal die Grundlage. Es ist amateurhaft, wie wir uns die Tore fangen."

Aksoy ist "sehr enttäuscht" von seiner drei Monate währenden Amtszeit als Interimstrainer. In zwölf Spielen als Chefcoach konnte er mit seiner Elf gerade einmal drei Siege einfahren. Und insgesamt verlief die Spielzeit für die Rheinländer mit Bundesligaambitionen nicht nach ihren Vorstellungen: Am Ende steht Düsseldorf mit 44 Punkten auf Platz zehn. Lediglich elf Mal ging das Team als Sieger vom Platz. An seine Mannschaft richtet der Interimstrainer einen Weckruf: "Ein Trainer kann nicht alles leisten, der Mannschaft ist wohl ein wenig die Eigeninitiative abgegangen."

Spielersteckbrief Lambertz

Lambertz Andreas

Spielersteckbrief Schmitz

Schmitz Lukas

Abschied von "Lumpi"

Besonders für Andreas Lambertz war die Begegnung am Sonntag sehr emotional. Der Mittelfeldspieler verlässt die Rheinländer und wird ab kommender Saison für Dynamo Dresden aktiv sein. "Ab der 60. Minute habe ich nur noch auf die Uhr geguckt. Als es dann soweit war, dass ich ausgewechselt wurde, sind mir die Tränen in die Augen geschossen. Heute war mein schönster und gleichzeitig mein schlimmster Tag bei Fortuna. Es war einfach unfassbar emotional."

Der 30-Jährige bat die Anhänger, dem Klub auch in dieser schwierigen Phase treu zu bleiben: "Wenn Ihr alle zusammenhaltet, könnt Ihr zuhause wieder eine Macht werden. Ich wünsche Euch, dass ihr das schafft." Die Fans ließen das Fortuna-Urgestein noch ein letztes Mal hochleben. Für den Rest der Mannschaft fanden die Anhänger allerdings kein Lob: "Außer Lumpi könnt ihr alle geh'n", hörte man die Fans in der Südkurve rufen.

kon