2. Bundesliga

Rangnick mistet aus - Yaro unter der Lupe

Leipzigs Sportdirektor leitet den Umbruch ein - Wer wird Coach?

Rangnick mistet aus - Yaro unter der Lupe

Ralf Rangnick

Unzufrieden: Da RB eine für Ralf Rangnick enttäuschende Saison gespielt hat, vollzieht der Sportdirektor einen Schnitt. imago

Ralf Rangnick steht vor einer großen Shoppingtour. Bei der jüngsten 1:2-Niederlage in Ingolstadt, als RB den Schanzern bei der Aufstiegsfete zuschauen musste, weilte der Leipziger Sportdirektor gar nicht im Stadion. Der 56-Jährige fahndete im Ausland nach neuem Personal. Denn klar ist: Rangnick ist nicht zufrieden mit dieser Saison. Er will in die Bundesliga. Und das braucht seiner Meinung nach einen Umbruch.

Über ein Dutzend Akteure spielen in die Leipziger Planungen keine Rolle mehr. Namentlich: die Salzburger Leihgaben Rodnei und Yordy Reyna, Niklas Hoheneder, Sebastian Heidinger und Thomas Dähne, deren auslaufende Verträge nicht verlängert werden. Kapitän Daniel Frahn sieht keine Perspektive und möchte den Klub verlassen. Joshua Kimmich wechselt zum FC Bayern, bei Leihgabe Ante Rebic lässt Leipzig die Kaufoption verstreichen. Henrik Ernst soll bei der in die Regionalliga aufgestiegene U 23 eine tragende Figur werden.

Lewandowski übernimmt das Ruder wohl nicht

Auch sieben verliehene Spieler werden bei RB nicht mehr gebraucht: Clemens Fandrich (Aue), Matthias Morys (Großaspach), Mikka Sumusalo (Rostock), Federico Palacios (Erfurt), Smail Prevljak (Liefering), Denis Thomalla (Ried) und André Luge (Zwickau).

Noch offen ist derweil, wer den runderneuerten Leipziger Kader in der nächsten Saison anleiten wird. Achim Beierlorzer hat zuletzt wieder an Ansehen eingebüßt, fraglich, ob er zur Dauerlösung wird. Auch Sascha Lewandowski erhält wohl nicht Rangnicks Zuschlag.

Derweil trainiert Joshua Yaro seit Wochenbeginn als Gastspieler mit der Mannschaft. Der 19-Jährige kommt in erster Linie in der Defensive zum Einsatz.

lei/Oliver Hartmann