Europa League, Halbfinale, Rückspiele

Sevilla ohne Probleme - Dnipro wirft Napoli raus

Daniel Carrico

Sevillas Torschütze Daniel Carrico feiert sein 2:0 gegen den AC Florenz. imago

Florenz auch ohne Gomez chancenlos

Eine bittere Pille musste Mario Gomez bereits vor dem Anpfiff des Halbfinal-Rückspiels der Europa League am Donnerstagabend zwischen dem AC Florenz und dem FC Sevilla schlucken. Fiorentina-Coach Vincenzo Montella setzte den deutschen Nationalspieler, der zum Sündenbock für das 0:3 vom Hinspiel auserkoren wurde, auf die Bank.

Europa League - Halbfinale
AC Florenz - Vereinsdaten

Gründungsdatum

26.08.1926

Vereinsfarben

Violett-Weiß

SSC Neapel - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.08.1926

Vereinsfarben

Blau-Weiß

FC Sevilla - Vereinsdaten

Gründungsdatum

14.10.1905

Vereinsfarben

Rot-Weiß

FC Dnipro - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.01.1936

Wie vor Wochenfrist begann Florenz engagiert, doch die Andalusier erwiesen sich als Meister der Effizienz. Während die Toskaner etliche gute Einschussmöglichkeiten liegen ließen, schlug der Titelverteidiger nach Standardsituationen zweimal eiskalt zu. Bacca (22.) und Carrico (27.) waren jeweils nach Freistößen zur Stelle und sorgten bereits vor dem Seitenwechsel für klare Verhältnisse im Stadion Artemio Franchi.

Die Luft war so raus, Florenz hätte ein halbes Dutzend Tore gebraucht, um doch noch das Finale am 27. Mai in Warschau zu erreichen. Im zweiten Durchgang machte Sevilla nicht mehr als nötig und überließ Florenz die Initiative. Die Toskaner konnten - oder wollten - damit allerdings wenig anfangen. Nur selten geriet das Tor Sevillas in Gefahr. Sinnbildlich für die Harmlosigkeit der Fiorentina steht die 67. Minute, als Ilicic einen Foulelfmeter in den Nachthimmel über Florenz jagte. So blieb es beim lockeren Erfolg Sevillas, das zum zweiten Mal in Folge im Europa-League-Finale steht und somit nach der Titelverteidigung greift.

Boyko hält dich - Seleznev trifft

Europa-League-Halbfinals

Deutlich spannender verlief die Partie zwischen Dnipro Dnipropetrowsk und dem SSC Neapel. Nach dem 1:1 im Hinspiel lieferten sich beide Teams bei Dauerregen in Kiew - wohin die Partie wegen der kritischen Lage in der Ostukraine verlegt werden musste - einen packenden Schlagabtausch.

Im Olympia-Stadion erwischte Napoli den besseren Start. Zwar hatte Dnipro mehr Ballbesitz, doch die Italiener waren per Direktspiel gefährlicher. Higuain boten sich zwei gute Chancen zur Führung, doch Dnipros Keeper Boyko parierte in der 8. und der 28. Minute jeweils glänzend. Dnipropetrowsk kämpfte sich aber in die Partie und konnte diese offen gestalten. Mehr als ein Distanzschuss durch Seleznev, den Andujar parierte (34.), sprang bei den Bemühungen nicht heraus.

Douglas und Denis Boyko

Dnipropetrowsks Douglas (li.) und Keeper Boyko feiern den Final-Einzug über Neapel. picture alliance

Dafür wurden die Ukrainer im zweiten Durchgang aktiver, Neapel agierte nun zu passiv. Und die Rechnung bekam der SSC in der 58. Minute präsentiert, als sich Seleznev im Strafraum energisch gegen Miguel Britos durchsetzte und zur Führung für Dnipro einköpfte. Erst danach ergriff Napoli die Initiative und sorgte wieder für mehr Betrieb in der Offensive. Doch Dnipropetrowsks Torhüter Boyko ließ sich in der hektischen Schlussphase nicht überwinden und hielt am Ende den Einzug Dnipros in das Europa-League-Finale fest.

jom

Bilder zur Partie SSC Neapel - FC Dnipro