Eintracht kämpft mit einer langen Ausfallliste

Knorpel-OP bei Anderson

Ihm droht eine Zwangspause: Bamba Anderson.

Ihm droht eine Zwangspause: Bamba Anderson. imago

Der Brasilianer Anderson klagte immer mal wieder über Knieprobleme. Diese Woche wurden sie wieder stärker. Nach der Trainingseinheit am Dienstagvormittag war für den 27-Jährigen an Fußballspielen nicht mehr zu denken. Am Mittwoch dann die bittere Gewissheit: Auch Anderson muss unters Messer. Bei einer Kniespiegelung soll nun festgestellt werden, wie gravierend der diagnostizierte Knorpelschaden ist und welche Maßnahmen nötig sind.

Anderson ist nach Alex Meier (Kniesehne), Sonny Kittel, Nelson Valdez, Constant Djakpa (alle Kreuzband), Carlos Zambrano (Außenband im Knie), Kevin Trapp (Syndesmose), Stefan Aigner, Marco Russ (beide Meniskus) und Luca Waldschmidt (Leiste) bereits der zehnte Eintracht-Profi, der sich in dieser Saison einem operativen Eingriff unterziehen muss.

Spielersteckbrief Madlung

Madlung Alexander

Spielersteckbrief Anderson

Soares de Oliveira Anderson

Eintracht Frankfurt - Vereinsdaten

Gründungsdatum

08.03.1899

Vereinsfarben

Rot-Schwarz-Weiß

Der Abwehrspieler hatte erst im Januar seinen Vertrag bis 2018 verlängert, war in den Wochen danach vom Stammspieler zum Bankdrücker geworden, hatte aber an den vergangenen vier Spieltagen dreimal in der Startelf gestanden, einmal war er gelbgesperrt. Wie viel Monate Anderson voraussichtlich ausfällt, wird erst nach der OP feststehen.

Neben dem Brasilianer fehlten am Mittwoch im Mannschaftstraining der Eintracht Stefan Aigner und Nelson Valdez. Aigner leidet an einer Nervenentzündung im Oberschenkel, wird weiter behandelt. Valdez joggte nach einer Oberschenkelverhärtung am Vortag mit Rehatrainer Michael Fabacher.

"Unser Kader ist groß genug, dass wir solche Ausfälle kompensieren können", sagte Alexander Madlung. Nach dem Absitzen der Gelbsperre ist der Innenverteidiger wieder spielberechtigt und könnte Anderson in der Startelf ersetzen. "Wir versuchen die nötige Lockerheit beizubehalten", erklärte Madlung. Nach nur zwei Punkten aus sechs Spielen und 397 Minuten ohne Tor taucht im Eintracht-Umfeld immer häufiger das Wort "Abstiegskampf" auf. Mit einem Sieg am Samstag gegen Hoffenheim könnte sich der Klub aller Sorgen entledigen.

Michael Ebert