Per Günther verlängert um zwei Jahre in Ulm

Bayern entscheidet Topspiel gegen Alba für sich

Bryce Taylor und Co. siegten im vierten Anlauf gegen Alba Berlin.

Bryce Taylor und Co. siegten im vierten Anlauf gegen Alba Berlin. imago

Bayern München hat im vierten Anlauf den ersten Saisonsieg gegen ALBA Berlin gefeiert und sich nach einer Mini-Krise neues Selbstvertrauen für die anstehenden Playoffs geholt. In einem Basketball-Krimi entschied der deutsche Meister das Bundesliga-Topspiel am Sonntag gegen den Tabellenführer mit 70:68 für sich. Zuvor hatte es im Champions Cup, im BBL-Pokal und in der Bundesliga drei Niederlagen gegen den Rivalen gesetzt.

"Das war ein Lebenszeichen nach einigen durchwachsenen Wochen. Wir nehmen ein positives Gefühl in die entscheidende Saisonphase mit", sagte Bayern-Kapitän Heiko Schaffartzik. Vor 6800 Fans, darunter Bayern-Sportdirektor Matthias Sammer, sahen die Gäste lange wie der Sieger aus. Vor dem Schlussviertel lagen die Berliner mit 13 Punkten vorne, verloren in einer hektischen Endphase aber den Kopf. "Wir hatten das Spiel in der Hand, haben dann aber leichte Fehler gemacht", stellte Niels Giffey verärgert fest.

Bamberg oder Berlin - wer hat Heimrecht?

Nihad Djedovic war mit 21 Punkten bester Werfer für den Tabellendritten aus München. Für ALBA war Alex Renfroe (15) am erfolgreichsten. Am kommenden Sonntag empfangen die Berliner nun die punktgleichen Bamberger zum entscheidenden Vorrundenduell um Platz eins, der das Heimrecht bis in ein mögliches Finale sichert. "Der Heimvorteil ist in den Play-offs extrem wichtig, deshalb wollen wir Rang eins", sagte Giffey.

Den gleichen Plan verfolgen die Brose Baskets, die bei ratiopharm Ulm einen 95:88-Sieg feierten. Nach einem Fehlstart im ersten Viertel (13:33) drehten die Franken auf und hielt die Schwaben in der zweiten Halbzeit auf Distanz. "Das zeichnet unser Team aus. Wir sind schon im Play-off-Modus. Jetzt geht es um den ersten Platz, den wollen wir uns in Berlin holen", erklärte Bambergs Topwerfer Daniel Theis (20). Für Ulm brachte es Jaka Klobucar auf 21 Punkte.

Zieht zum Korb: Bambergs Ryan Thompson.

Zieht zum Korb: Bambergs Ryan Thompson. imago

Kampf um die Play-off-Plätze

Spannend bleibt auch der Kampf um den letzten freien Platz im Play-off-Viertelfinale, wo am Donnerstag ein entscheidendes Spiel zwischen den punktgleichen Konkurrenten MHP Riesen Ludwigsburg und BG Göttingen ansteht.

Ludwigsburg kassierte am vorletzten Spieltag eine 69:82-Heimschlappe gegen die Artland Dragons, der Aufsteiger aus Göttingen verlor beim Mitteldeutschen BC mit 86:71. Aus dem Rennen sind die Löwen Braunschweig, obwohl sie nach einem 80:74 gegen TBB Trier ebenfalls 32:34 Zähler aufweisen. Die Niedersachsen haben aber jeweils das direkte Duell gegen die punktgleichen Rivalen verloren.

Im Unterhaus machten die Gießen 46ers und die Baskets Würzburg den Aufstieg perfekt und ersetzen in der kommenden Bundesligasaison die als Absteiger feststehenden Teams aus Trier und Crailsheim.

Günther verlängert in Ulm

Lange war über einen Wechsel von Per Günther spekuliert worden, doch seit Sonntag steht fest: Der Point Guard bleibt rationpharm Ulm zwei weitere Jahre erhalten. Der 27-jährige Nationalspieler unterschrieb bereits einen neuen Vertrag. Seit 2008 ist er im Team der Ulmer, machte in dieser Saison durchschnittlich 13,8 Punkte und 5,1 Assists.

cfl/dpa/sid