Bundesliga

Eintracht uneins beim Elfmeter-Pfiff

Frankfurt auch auswärts in Dortmund zu harmlos

Eintracht uneins beim Elfmeter-Pfiff

Entscheidende Szene in Dortmund: Der Frankfurter Sonny Kittel (li.) verursacht einen Handelfmeter.

Entscheidende Szene in Dortmund: Der Frankfurter Sonny Kittel (li.) verursacht einen Handelfmeter. imago

"Der Elfmeter war der Knackpunkt, bis dahin waren wir gleichwertig. Manchmal denkst du, dass die Schiedsrichter da so nach Laune pfeifen, wenn es plötzlich Elfmeter gibt", haderte Nelson Valdez, der im Angriff vorbildlich ackerte, rund 11,5 Kilometer lief, aber glücklos blieb, mit der entscheidenden Szene in der 24. Minute.

BVB-Linksverteidiger Marcel Schmelzer hatte Sonny Kittel im Strafraum aus kurzer Distanz den Ball an die Hand geschossen. Weiner zeigte auf den Punkt. Und lag damit den Regeln entsprechend richtig, weil Kittel seinen Arm über Kopfhöhe hielt und damit zusätzlich seine Körperfläche vergrößerte.

Dennoch war auch Sportdirektor Bruno Hübner noch am Sonntag nicht ganz glücklich mit der Bewertung dieser Szene: "Das passt in unsere Situation. Das war ein ganz klarer Kann-Elfmeter, der wieder gegen uns gegeben worden ist. Es war sehr unglücklich, er macht eine Abwehr-Reaktion. Für mich ist es keine unnatürliche Bewegung, Sonny versucht den Ball irgendwie zu blocken, die Konzentration ist unten auf dem Fuß und er wird aus einem Meter angeschossen."

Der Schiedsrichter muss den Elfmeter pfeifen.

Sonny Kittel

Hübner teilte auch Valdez' Meinung, dass Aubameyangs Führungstor einen Bruch in der Partie markierte: "Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir richtig gut im Spiel, haben ordentlich nach vorne gespielt. Dortmund hat dann Aufwind bekommen, wir haben angefangen zu denken, da ist das Spiel zugunsten von Dortmund gekippt."

Und was sagt der Sünder selbst? Der nimmt die Schuld auf sich. "Durch mein dummes Handspiel kommen wir in Bedrängnis. Es ist bitter, dass ich da ein Handspiel mache. Der Schiedsrichter muss den Elfmeter pfeifen. Ich will es nicht, aber ich spiele den Ball mit der Hand", zeigte sich Sonny Kittel reumütig bei Sky.

Spielbericht

Vollkommene Einigkeit herrschte bei der Eintracht hingegen in Bezug auf die eigene Angriffsleistung. "Im Spiel nach vorne hat es gefehlt, wir sind kaum einmal in eine Abschlusssituation gekommen. Darüber müssen wir uns Gedanken machen", sagte Hübner stellvertretend.

In Abwesenheit der beiden besten Torschützen Alex Meier (19 Treffer) und Stefan Aigner (9) blieb Frankfurt beim BVB ohne echte Torchance. Deshalb setzte es schon die fünfte Auswärtsschlappe hintereinander für die Hessen. Innerhalb einer Bundesligasaison gab es das zuletzt 2003/04, damals waren es sogar sieben Niederlagen am Stück auf des Gegners Platz.

Carsten Schröter