Frankfurt: Valdez trifft auf seine alte Liebe

Auch Aigner fällt aus: Schaaf muss rotieren

Thomas Schaaf

Muss seine Startformation umbauen: Eintracht-Coach Thomas Schaaf. imago

Die schlechten Nachrichten vorweg. Neben den Langzeitverletzten Marco Russ und Torjäger Alex Meier (beide Knie-Operation) und den gesperrten Abwehrspielern Bamba Anderson und Bastian Oczipka (beide 5. Gelbe Karte) wird nun auch Stefan Aigner definitiv fehlen. Die Muskel- und Adduktorenbeschwerden des Offensivspielers verhindern eine Mitfahrt nach Dortmund. Trainer Schaaf wollte sich über die Ausfälle nicht besonders beklagen. "Wir hatten so eine Phase schon einmal in der Hinrunde. Dass es uns gegen Ende nochmal trifft, ist natürlich nicht so schön. Aber die, die dabei sind, genießen unser Vertrauen und können loslegen. Ich bin mir sicher, dass etwas Gutes dabei herauskommt."

Für Aigners Platz auf der rechten Außenbahn nannte Schaaf die sonst eher links beheimateten Takashi Inui und Lucas Piazon sowie Nachwuchsstürmer Luca Waldschmidt als Alternativen. Im Mittelfeld steht überdies auch wieder Marc Stendera nach abgebüßter Gelbsperre zur Verfügung. Für Oczipkas Position links in der Viererkette kommt eventuell ein Rückkehrer infrage. "Djaky ist seit einigen Tagen voll dabei", sagte Schaaf über Constant Djakpa, der bis zu seinem Kreuzbandriss am vierten Spieltag auf Schalke gesetzt war. Der Ivorer reist ebenso mit in den Ruhrpott wie die zuletzt angeschlagenen Slobodan Medojevic und Carlos Zambrano. Der Eintracht-Coach schätzt die Einsatzchancen dieser beiden recht gut ein, gibt aber zu bedenken: "Natürlich fehlt ihnen der sichere Rhythmus."

Valdez gegen den alten Verein

Neben den nötigen Umbaumaßnahmen in der Defensive bereitet die Offensive weiter Sorgen. In den letzten beiden Partie blieb Frankfurt ohne Tor. Meier (19) und Aigner (9) erzielten gemeinsam über die Hälfte aller Eintracht-Treffer (51). Welche Auswirkungen das Fehlen der beiden habe? "Dass sie in Dortmund nicht treffen können", antwortete Schaaf zunächst trocken, erklärte die Partie beim BVB dann zur "Chance" für die Vertreter. Einer davon wird ziemlich sicher Nelson Valdez sein. Läuft der Paraguayer bei seinem Ex-Klub auf, darf er seinen fünften Einsatz nach überstandenem Kreuzbandriss und den 200. in der Bundesliga insgesamt feiern.

Den BVB, für den der 31-Jährige 113 Spiele bestritt und 15 Tore schoss, trägt er immer noch "im Herzen", würde bei einem eventuellen zweiten Saisontor nicht jubeln. Er sieht sich nicht "als Ersatz" für Toptorjäger Meier. "Natürlich ist es schwierig, weil Alex mit seiner Torgarantie fehlt. Aber wir wollen alle der Eintracht helfen, unseren vielen Fans ein gutes Spiel liefern und wenn möglich drei Punkte mitnehmen." Rund 7000 Eintracht-Anhänger werden live im Stadion verfolgen, ob es mit dem ersten Auswärtsdreier nach dann 153 Tagen klappt. Es wäre bei bislang 41 Duellen in Dortmund (28 Niederlagen, sechs Remis) erst der achte Sieg.

Carsten Schröter

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