HSV-Trainingslager beim Werder-Partner

Labbadia: "Die Jungs lösen sich etwas"

HSV-Trainer Bruno Labbadia

Schaut genau hin: Der neue HSV-Trainer Bruno Labbadia. imago

Schafft es Labbadia, den Spielern neues Selbstvertrauen zu schenken und die Blockade in so manchem Kopf zu lockern? Locker ging es zu bei der Vormittagseinheit am Donnerstag in Rotenburg an der Wümme, aber deshalb nicht weniger ernst. Labbadia redete viel mit seinen Profis, der HSV-Hoffnungsträger erläuterte, dirigierte, lobte und kritisierte. "Die Mannschaft will, braucht aber deutliche Vorgaben und Halt", sagte Labbadia.

Bis auf Dennis Diekmeier (Muskelfaserriss) und Marcelo Diaz (Sehnenzerrung) sind alle Spieler dabei, auch Valon Behrami. Der Schweizer, zuletzt in eine Prügelei mit Landsmann Johan Djourou verwickelt, hat seine Kniebeschwerden überstanden und mischt wieder im Mannschaftstraining mit. Er will um seinen Platz vor der Viererkette kämpfen. Bis Freitag hat er dazu in Rotenburg Gelegenheit, mittags reist der HSV-Tross zurück nach Hamburg.

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Weit weg von Hamburg ist es nicht, dieses Rotenburg an der Wümme. Aber knapp 100 Kilometer Abstand zur Basis sollen und müssen reichen, um die Köpfe etwas frei zu bekommen und sich zu konzentrieren auf die heiße Phase des Abstiegskampfs im Allgemeinen und das Nordderby am Sonntag in Bremen im Besonderen. Wobei sich die Hamburger mit der Wahl des Domizils für ihr Blitz-Trainingslager bereits auf grün-weißes Land begeben haben. Im Schaukasten des örtlichen Oberligisten Rotenburger SV hängt der deutliche Hinweis: "100 Prozent Werder-Partner".

Toni Lieto

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