Champions League

Messis Verdrängung und ter Stegens Rückkehr

Dani Alves fehlt gesperrt - Adriano warnt

Messis Verdrängung und ter Stegens Rückkehr

Marc-André ter Stegen und Lionel Messi

Marc-André ter Stegen und Lionel Messi müssen mit dem FC Barcelona am Mittwochabend in Paris bestehen. picture alliance

Weil der Vorsprung auf Verfolger Real Madrid in "La Liga" nur einen Punkt betrug, konnte Barça-Coach Luis Enrique am Samstag beim FC Sevilla seine Stammelf nicht schonen. Bis zur 31. Minute lief auch alles nach Plan, Messi (Schlenzer) und Neymar (direkter Freistoß) schossen die Katalanen sehenswert mit 2:0 in Front. Dann aber ließ der Tabellenführer nach und musste das 2:2 schlucken.

"Wir spielten eine tolle erste Hälfte - bis auf fünf Minuten, in denen wir auseinanderfielen", sagte Trainer Enrique im Nachgang. "Die zweite Hälfte war ausgeglichen, kein Team war besser. Aber wir machten einen Fehler." Allzu schlimm sah der 44-Jährige den Ausrutscher aber nicht: "Es ist okay, wir sind immer noch Erster."

Adriano warnt vor weiteren Fehlern

"Wir müssen unserem Spiel treu bleiben, aggressiv pressen und auf die Konter und Standardsituationen von PSG achten", äußerte sich derweil Adriano, der wohl für den gesperrten Dani Alves (5. Gelbe Karte) agieren wird, gegenüber dem vereinseigenen TV-Kanal. Die Warnung des Rechtsverteidigers folgte: "Wir dürfen uns kaum Fehler leisten." Ein guter Ansatz, schließlich hat Paris mit dem Weiterkommen im Achtelfinale gegen den FC Chelsea (im Rückspiel 2:2 n.V.) die lang erwartete CL-Reifeprüfung bestanden und lugt nun auf den nächsten Hit in der Königsklasse.

Vorschau

In Paris kann der FC Barcelona die Brust dennoch äußerst selbstbewusst herausstrecken, auch wenn es in der Gruppenphase eine 2:3-Pleite gab und PSG seit sensationellen 33 europäischen Heimspielen nicht mehr verloren hat: In den letzten 34 Pflichtspielen kassierte Barça nur eine (!) Niederlage (0:1 gegen Malaga), vor dem 2:2 in Sevilla gab es neun Siege in Serie.

Dennoch braucht es vor allem wieder defensive Stabilität, auch wenn im Hinspiel mit Zlatan Ibrahimovic (Rote Karte) Paris' Bester fehlen wird. So wird wohl Javier Mascherano starten, der am Wochenende nicht zum Einsatz gekommen ist und trotz seines erlittenen Handbruchs im Prinzenpark die katalanische Abwehr mit seiner gewohnten Zweikampfstärke stabilisieren soll.

Messi: "Ich bin glücklich"

Im Angriff dagegen richten sich die Blicke wie gewohnt auf die drei Antreiber Neymar, Luis Suarez und Superstar Lionel Messi. Der Argentinier liegt derzeit in der Torjägerbilanz gleichauf mit Real Madrids Cristiano Ronaldo - sowohl in der aktuellen Runde (je acht Treffer) als auch an der Spitze der Allzeit-Liste (je 75 Tore).

Lionel Messi

Fühlt sich beim FC Barcelona pudelwohl: Lionel Messi. picture alliance

In einem Exklusivinterview mit dem FC Barcelona offenbarte "La Pulga" nun außerdem so einiges, was die Fans der Katalanen äußerst gerne vernommen haben dürften. "Ich bin glücklich", holte Messi aus und erinnerte an das schwierige letzte Jahr. "Ich habe diese Saison anders als die letzte begonnen, in der ich auch wegen Verletzungen nicht zu meiner Form fand. Es war ein unbeständiges Jahr, dass ich schnell vergessen wollte." Das hat der 27-Jährige geschafft: Tore am Fließband folgten - und Messi ist froh, sie alle für den FC Barcelona zu schießen und damit selbst Teil der Geschichte dieses großen Klubs zu sein, der schon immer "großartige Angreifer in seinen Reihen hatte". In seiner Entwicklung weitergeholfen hat ihm auch sein zweijähriger Sohn, wie er selbst offenbart: "Früher, als ich verloren habe, wollte ich drei oder vier Tage mit niemandem reden. Wenn ich nun heimkomme und meinen Sohn sehe, rückt alles andere in den Hintergrund und der Frust bleibt draußen."

Ter Stegens Patzer

Marc-André ter Stegen

Fehler: Marc-André ter Stegens patzte in der Gruppenphase beim 2:3 in Paris beim Treffer von Marco Verratti. picture alliance

Frust hatte beim 2:3 am 2. Spieltag auch Torhüter Marc-André ter Stegen, der am Mittwochabend wie gewohnt auf der CL-Bühne wieder zum Einsatz kommen wird. Damals in seinem zweiten Einsatz in der Königsklasse hatte der 22-Jährige folgenschwer nach einer Ecke danebengelangt. Spaniens Presse hatte sich über die "katastrophale Leistung" des Deutschen damals erboost gezeigt. Schnee von gestern aber für ter Stegen, der mittlerweile hoch angesehen wird und sich langfristig natürlich auch in "La Liga" als Nummer eins in Barcelona etablieren will. "Es ist schwer für mich zu akzeptieren, dass ich in der Meisterschaft auf der Bank sitze", sagte er der "Hamburger Morgenpost".

mag

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