Bundesliga

Hoffenheims Amiri sieht "noch Luft nach oben"

TSG-Youngster: Spielpraxis in der U-19-Nationalmannschaft

Hoffenheims Amiri sieht "noch Luft nach oben"

Nadiem Amiri

Sammelt Spielpraxis bei der U-19-Nationalmannschaft: Hoffenheims Nadiem Amiri. imago

"Damals hätte ich nicht gedacht, dass ich mal mit der Nationalmannschaft hier spielen würde. Das ist ein schönes Gefühl", versicherte der 18-Jährige, dem die alte Heimstadt allerdings wenig Glück brachte. In der 93. Minute musste die DFB-Auswahl am Donnerstag gegen die Slowakei noch den späten Ausgleich zum 1:1 hinnehmen.

Doch das hatte Amriri schon kurz nach dem Abpfiff verarbeitet, schließlich steht an diesem Samstag gegen Irland bereits die nächste Aufgabe an. "Abhaken - gegen Irland müssen wir die Antwort geben und konsequenter unsere Chancen zu Ende spielen", empfahl Amiri, der sich im Laufe der Saison immer näher an den Hoffenheimer Kader herangekämpft hatte. Am 20. Spieltag in Wolfsburg schließlich debütierte der vielseitige Mittelfeldspieler in der Bundesliga, drei Einsätze hat er bislang verbucht.

Spielersteckbrief Amiri
Amiri

Amiri Nadiem

Trainersteckbrief Gisdol
Gisdol

Gisdol Markus

TSG Hoffenheim - Vereinsdaten
TSG Hoffenheim

Gründungsdatum

01.07.1899

Vereinsfarben

Blau-Weiß

Amiri nimmt sich Salihovic zum Vorbild

"Ich versuche natürlich, meine Erfahrung in der U 19 einzubringen und dem Team zu helfen." Schließlich ist das Eigengewächs der TSG einer der wenigen Spieler im Kader von Trainer Marcus Sorg, die bereits Erstligaluft schnuppern konnten. Das sind neben Amiri bislang nur Bayern Münchens Gianluca Gaudino und Schalkes Leroy Sané. Zudem hat sich Amiri zu einem Standardspezialisten gemausert. Mit seinem rechten Fuß zirkelt er Eck- und Freistöße mit einer Wucht und Präzision vors Tor, die spiegelverkehrt an die seines linksfüßigen Klubkollegen Sejad Salihovic erinnern. "Ich schaue mir schon einiges ab von ihm", verrät Amiri.

Seine Leistungen bei der TSG wie in der U 19 hält er für ausbaufähig, "bei mir ist noch Luft nach oben." Wird auch nötig sein, soll die EM erreicht werden. "Diese Spiele in der U 19 bringen mich weiter, wir messen uns mit den besten Spielern Europas, und wenn wir die EM erreichen sollten, wäre das auch gut fürs Selbstvertrauen." Am heutigen Samstag soll in Sandhausen (12 Uhr) Irland besiegt werden, am Dienstag in Walldorf (12 Uhr) dürfte die Entscheidung im Duell mit den Tschechen fallen. Nur der Turniersieger bucht die EM-Tickets.

Michael Pfeifer