Im vergangenen Sommer wollte der VfB ihn nicht mehr

Boka glaubt an den VfB

Arthur Boka

Stand in der vergangenen Saison noch beim VfB unter Vertrag: Arthur Boka. imago

"Es ist so, als wäre ich immer noch in Stuttgart", erklärt der Nationalspieler. "Wenn sie verlieren, habe ich Schmerzen. Ich mag den VfB, er ist ein wichtiger Teil meines Lebens." Acht Jahre, von 2006 bis 2014, spielte Boka für die Schwaben, kam auf insgesamt 154 Bundesligaspiele, erzielte fünf Tore und bereitete zehn vor. Defensiv wie offensiv auf der linken Seite, ausgerechnet auf der Position, auf der sein früherer Kollege und Kontrahent Gotoku Sakai sowie Neuzugang und Nachfolger Adam Hlousek Licht und Schatten bieten. Was auch auf ihn zutraf, was letztlich zur Trennung führte.

Boka ist weg, die Abstiegsgespenst ist geblieben. Er hat es selbst miterlebt. "Aber wir haben es am Ende immer gut gemacht und sind in der Liga geblieben." Deswegen mache er sich "auch keinen Kopf, weil ich weiß, dass Stuttgart sich rettet". In der Verantwortung sieht er dabei mehr die Spieler als Huub Stevens. "Die Situation hat nichts mit dem Trainer zu tun. Es liegt an den Spielern. Der Trainer kann machen, was er will." Dann ein vielsagender Versprecher: "Wir ... äääh sie müssen positiv im Kopf sein und Vertrauen haben. Wenn du das nicht hast, kommt die Angst. Und dann kannst du nicht machen, was du machen willst."

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Spielersteckbrief Boka

Boka Arthur

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Ein Grund für den Niedergang der vergangenen Jahre sind für Boka, der noch Kontakte nach Stuttgart pflegt (u.a. zu Gentner und Ibisevic), die vielen Trainerwechsel. "Die Kontinuität fehlt. Immer wenn ein Trainer geht und ein anderer kommt, bringt dieser seine Philosophie mit. Und die ist meistens anders als die davor." Für die Profis bedeutet das "umschalten und wieder reinkommen. Das braucht Zeit", die besser genutzt werden könnte.

George Moissidis/Benni Hofmann