Jahn Regensburg rechnet weiter

"Bonusspiel" Kiel: Brands Deal ist weiter möglich

Bewahrte Regensburg in Kiel mit sensationellen Paraden vor einer hohen Niederlage: Richard Strebinger.

Bewahrte Regensburg in Kiel mit sensationellen Paraden vor einer hohen Niederlage: Richard Strebinger. imago

Die Aussichten des SSV Jahn auf den Klassenerhalt haben sich am 30. Spieltag wieder verschlechtert: Durch das 0:1 in Kiel sind es nun neun Punkte Rückstand auf Rang 17. Christian Brand will dennoch nicht klein beigeben: "Wir müssen die drei nächsten Spiele gewinnen, das ist der Deal. Kiel war ein Bonusspiel", so der Coach.

Brand hofft auf die zuletzt gezeigte Heimstärke. Sein Team gewann drei der vergangenen vier Partien im Städtischen Jahnstadion. Und die kommenden beiden Begegnungen finden in Regensburg statt - gegen Wehen Wiesbaden und Osnabrück. Spiel drei in Sachen Brand-Deal steigt dann beim direkten Konkurrenten Sonnenhof Großaspach.

Gegenüber dem Kiel-Auftritt muss der Jahn vor allem eins verbessern: Von Beginn an wach sein und mutiger auftreten. Die erste Hälfte bei den "Störchen" habe seine Mannschaft "ein bisschen verpennt" und "viel zu viel Respekt" gezeigt. Unaufmerksam waren die Gäste vor dem einzigen Tor des Spiel, das Königs mit einer missglückten Kopfballabwehr einleitete. "Man lernt schon in der E-Jugend, dass man den Ball nicht ins Zentrum abwehrt", ärgerte sich Brand.

Strebinger wie eine Wand

Vendelbos Volleyschuss war der einzige Versuch der Kieler, bei dem Jahn-Keeper Richard Strebinger überwinden werden konnte. Ansonsten hielt der aus Bremen ausgeliehene Österreicher wie schon gegen Erfurt bärenstark. Reihenweise behielt der 22-Jährige im Eins-gegen-eins die Oberhand.

"Ich bin dafür da, dass ich die Bälle halte", gab sich Strebinger bescheiden. "Wenn wir ohne Punkt dastehen, kann ich auch nicht zufrieden sein." Seine Vorderleute brachten trotz Steigerung in der zweiten Hälfte nicht den nötigen Druck aufs Holstein-Tor. "Wenn man in Kiel etwas mitnehmen will, müssen alle hundert Prozent bringen. Bei vier bis fünf von uns war das heute aber nicht der Fall, und deshalb hat es nicht gereicht", resümierte Brand.

Bleibt das Motto "die Hoffnung stirbt zuletzt" vor den acht verbleibenden Spielen in dieser Saison. Momentan spricht nicht viel dafür, dass der SSV Jahn 2015/16 wieder in der Dritten Liga antreten wird.

aho