Es sieht nach einer unveränderten Startelf beim HSV aus

Schulz nach Sperre zurück: Jetzt droht ihm die Bank

Nico Schulz

Ist wieder spielberechtigt, muss aber beim HSV wohl zuschauen: Nico Schulz. imago

Zwar kehrt Nico Schulz nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre zurück, aber ein Ticket für die Anfangsformation hat er damit nicht automatisch gelöst. Dem deutschen U-21-Nationalspieler, bisher in dieser Saison zumeist Stammkraft (20 Einsätze, davon 18 von Beginn), droht trotz seiner Vielseitigkeit die Bank.

Links hinten führt aktuell kein Weg an Marvin Plattenhardt vorbei, der sich unter Dardai festgespielt hat in der Mannschaft. "Marvin spürt das Vertrauen", sagt der Trainer über den Ex-Nürnberger, der eine Hinrunde zum Vergessen hingelegt hatte. "Langsam spürt er, dass er Stammspieler ist. Was er macht, sieht gut aus. Ich bin positiv überrascht."

Und auf der linken Offensivseite hat Änis Ben-Hatira bei seinem ersten Startelf-Einsatz in der Rückrunde gegen Schalke (2:2) nicht nur dank seines Tores Argumente in eigener Sache gesammelt. "Änis ist wie auch Tolga Cigerci noch nicht fit für 90 Minuten", sagt Dardai über die beiden Rückkehrer, die wegen langwieriger Zehverletzungen zwei (Ben-Hatira) bzw. zehn Monate (Cigerci) pausiert hatten.

Ich will in Hamburg gewinnen.

Pal Dardai

Aber auch Dardai weiß, dass Ben-Hatira als Linksaußen torgefährlicher ist als Schulz. Nach Saisontreffern steht es vier zu null zugunsten Ben-Hatiras, obwohl der Deutsch-Tunesier nur 13 Liga-Partien absolvierte. Nimmt man die Scorerpunkte zur Hand, wird die Differenz noch deutlicher (Ben-Hatira acht, Schulz einen). "Änis und Nico sind unterschiedliche Spielertypen", betont Dardai. Aber er sagt auch: "Ich will in Hamburg gewinnen."

Das spricht für die Nominierung des Ex-Hamburgers Ben-Hatira, der im Hinspiel gegen den HSV beim 3:0 im Oktober einen Sahne-Tag erwischte und einen Doppelpack schnürte.

Steffen Rohr