Bundesliga

Valdez soll alle mitreißen

Eintracht-Trainer Schaaf vermisst Russ schmerzlich

Valdez soll alle mitreißen

Zwei Lautsprecher unter sich: Eintracht-Angreifer Nelson Valdez (vorne) und der verletzte Marco Russ.

Zwei Lautsprecher unter sich: Eintracht-Angreifer Nelson Valdez (vorne) und der verletzte Marco Russ. imago

Für die Innenverteidigung kommt der Stürmer aus Paraguay natürlich nicht in Frage. Trotzdem steht der 31-Jährige im Spiel gegen den SC Paderborn vor seinem Comeback. "Gerade Nelson bringt unheimlich viel mit ein", schwärmt Schaaf. "Marco hat eine tolle Saison gespielt und mit seinen Aktionen auch viele mitgerissen", bedauert der Trainer den Ausfall des Defensivstrategen, "ich hoffe, dass er diese Saison noch ein paar Spiele machen kann."

Russ war am Mittwoch an der linken Kniekehle operiert worden, es wurden sechs Wochen Pause prognostiziert. Seine Rolle in der Innenverteidigung wird am Samstag Alexander Madlung oder Anderson übernehmen. "Ich muss es noch im Trainerteam diskutieren. Wir werden abwägen, wer sich in dieser Trainingswoche einen Tick hervorgetan hat und was taktisch sinnvoller ist. Vielleicht wird es aber auch eine Bauchentscheidung", sagt Schaaf. Favorit scheint Madlung zu sein.

Schaaf: "Er ist raus aus dem Tief und spritziger geworden"

Alles sieht danach aus, dass Valdez wieder im Kader steht. Er hatte für das Spiel in Köln frei bekommen, weil Schaaf nach den ersten Trainingswochen eine gewisse Müdigkeit registrierte. Der Spieler hatte sich am zweiten Spieltag das Kreuzband gerissen. "Nelson hat sich körperlich erholt. Er ist raus aus dem Tief und spritziger geworden", so Schaaf.

Die Eintracht hat für die Partie bereits 44.000 Eintrittskarten verkauft – davon 1300 an Zuschauer aus Paderborn. Vor heimischem Publikum ist Frankfurt seit sechs Bundesligaspielen ungeschlagen (vier Siege, zwei Remis), erzielte in diesen Partien 15 Tore (2,5 pro Spiel). Über die gesamte Saison betrachtet ließ es bislang die meisten Torschüsse des Gegners zu (142) – während Paderborn nur eines seiner letzten 14 Bundesligapartien (fünf Remis, acht Niederlagen) gewann – keine Mannschaft ist in diesem Zeitraum schlechter.

Michael Ebert