Mainz: Japaner trifft zum wichtigen Ausgleich

Okazakis Flaute ist vorbei

Das Ende der Wartezeit: Shinji Okazaki trifft zum 2:2.

Das Ende der Wartezeit: Shinji Okazaki trifft zum 2:2. imago

Denn Okazaki war einmal mehr einer der fleißigsten bei den Rheinhessen. Lief permanent die gegnerischen Verteidiger an, spulte 11,5 Kilometer ab und führte mit 26 Zweikämpfen die zweitmeisten nach Pablo De Blasis. "Er hat so gespielt, wie er trainiert hat", lobte ihn Trainer Martin Schmidt. "Shinji hat sich belohnt." Und mit seinem ersten Treffer seit dem 7. Dezember 2014 die zweitlängste Torlos-Serie seiner Bundesligakarriere - die längste dauerte 869 Minuten (Februar bis Mai 2011) - beendet.

Der Druck, den die Platzherren nach dem 0:2-Rückstand entfacht hatten, war freilich auch einigen Umstellungen geschuldet. So spielte Johannes Geis, der Sommer beim 1:2 mit einem 30-Meter-Freistoß schlecht aussehen ließ (73.), in Durchgang zwei vornehmlich lange Bälle und wechselte sich auf der offensiveren Position der Doppel-Sechs mit Julian Baumgartlinger ab. "Gladbach hat hauptsächlich mich zugestellt. Wenn ich dann hinten reinfalle, bin ich keine Anspielstation", erklärte der U-21-Nationalspieler. Durch diese Variation und mehr Aggressivität bei den zweiten Bällen fand dann auch Yunus Malli, in Durchgang eins ein Totalausfall, in die Partie. Den ballsichereren Jonas Hofmann für den diesmal schwachen Christian Clemens zu bringen erwies sich als richtig.

Spielersteckbrief Okazaki

Okazaki Shinji

1. FSV Mainz 05 - Vereinsdaten

Gründungsdatum

16.03.1905

Vereinsfarben

Rot-Weiß

"Wir hatten auch in der ersten Halbzeit Chancen. Aber Gladbach hält seine Positionen gut und lässt einen richtig schön laufen", sagte De Blasis, der mit seinem irrwitzigen Aktionsradius in Durchgang zwei dafür sorgte, dass die bis dahin souveränen Gäste wackelten. Erste Anzeichen: Ein zu kurzer Rückpass von Ibrahima Traoré auf Torwart Yann Sommer. De Blasis spritzte dazwischen - schwer zu beurteilen, ob nun er oder Sommer früher am Ball waren (62.). Der Argentinier sagte hinterher: "Ich weiß nicht, ob wir gleichzeitig am Ball waren oder ich zuerst. Ich sage: Es war Elfmeter. Mir tut der Fuß weh. Ein Zeichen, dass ich getroffen wurde."

Der Pfiff jedenfalls blieb aus, genauso wie auf der Gegenseite beim Stand von 2:2, als Christoph Kramer an Stefan Bell hängenblieb (79.). Den Mainzern durfte es egal sein, schließlich, so befand es Manager Christian Heidel, war "die Art und Weise, wie wir uns zurückgekämpft haben, fast wertvoller als der Punkt. Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit das umgesetzt, was der Trainer wollte. Das tut ihr gut." Genauso wie Okazaki sein neuntes Saisontor.

Benni Hofmann

Bilder zur Partie 1. FSV Mainz 05 - Bor. Mönchengladbach