Liverpool ausgeschieden - Zenit und Ajax mühelos

Für Gladbach ist Endstation - Gomez feiert mit Florenz

Der Anfang vom Ende: Gladbachs Stranzl (re.) unterläuft das Eigentor zum 0:1.

Der Anfang vom Ende: Gladbachs Stranzl (re.) unterläuft das Eigentor zum 0:1. Getty Images

Borussia Mönchengladbach musste zu Hause die 0:1-Hypothek aus dem Hinspiel beim FC Sevilla wettmachen. "Alles ist möglich", hatte sich Trainer Lucien Favre im Vorfeld optimistisch gezeigt und setzte auf Besonnenheit: "Wir müssen intelligent spielen. Mit Tempo. Aber auch mit Geduld. Wir haben Zeit, ein Tor zu machen." Was der Schweizer im mit 46279 Zuschauern ausverkauften Borussia-Park zu sehen bekam, war dann allerdings etwas gänzlich anderes - beide Teams servierten ein wahres Tor-Spektakel im ersten Durchgang!

Hüben wie drüben zeigten sich die Abwehrreihen durchaus anfällig, was den Offensivabteilungen recht gelegen kam: Die Spanier legten vor und erzielten bereits in der 8. Minute das 1:0: Bacca und Stranzl gingen bei einer Flanke von rechts zum Ball, der anschließend im Tor landete. Der Kolumbianer ließ sich feiern, das Tor ging jedoch auf das Konto des Österreichers in Diensten der Borussia. Über Xhaka gab Gladbach allerdings die schnelle Antwort und war wieder drin im Spiel (19.).

Zwischenrunde

Doch damit nicht genug, denn es ging Schlag auf Schlag: Vitolo durfte über das halbe Feld laufen und traf dann auch noch gekonnt in den rechten Winkel (26.), ehe auf der Gegenseite Hazard nur drei Minuten danach wieder ausglich - 2:2. Danach ging es auch weiterhin wild und intensiv zur Sache, wenngleich weitere Treffer auf sich warten ließen. Das lag nicht an fehlenden Torchancen, denn davon hatte die Fohlenelf nach dem Seitenwechsel sehr viele. Sevilla fand sich in einer Abwehrschlacht wieder und wehrte sich mit Müh und Not, hielt dem Dauerdruck der Rheinländer aber dennoch Stand.

Xhaka erwies seinem Team in der 68. Minute aber einen Bärendienst, als er sich wegen eines unnötigen Fouls an der Seitenlinie Gelb-Rot abholte. Trotz Überzahl änderten die Spanier nicht an ihrer Grundhaltung und blieben bei ihrer Kontertaktik. Es blieb rasant und extrem unterhaltsam: Nachdem Hazard den rechten Pfosten (74.) und auf der Gegenseite Iborra die Latte getroffen hatte (77.), knipste Vitolo mit einem fein abgeschlossenen Konter zum 3:2 (79.) beim Bundesligisten die Lichter aus.

Villarreal eine Runde weiter - Ajax zu stark für Legia

Neben Sevilla löste mit dem FC Villarreal ein weiterer Klub aus der spanischen Primera Division das Ticket für die Runde der letzten 16. Bei RB Salzburg gab sich das Gelbe U-Boot keine Blöße und gewann nach dem Hinspiel (2:1) auch im Rückspiel, diesmal mit 3:1. Der ehemalige Herthaner Djuricin hatte dabei die Salzburger in Führung gebracht (18.), doch Luciano Vetto (33., 76.) und dos Santos (79.) brachten die Partie aus Sicht der Gäste aber wieder in geordnete Bahnen und den Sieg unter Dach und Fach.

Als mindestens eine Nummer zu groß entpuppte sich Ajax Amsterdam für Legia Warschau. Der niederländische Rekordmeister zog nach einem 3:0 in Polen in die nächste Runde. Der Ex-Augsburger Milik, der schon im Hinspiel getroffen hatte, erzielte dabei einen Doppelpack.

Gomez führt Florenz weiter - Celtic geht leer aus

Freude pur: Marion Gomez (unten) bejubelt sein Tor zum 1:0.

Freude pur: Marion Gomez (unten) bejubelt sein Tor zum 1:0. Getty Images

Die beiden italienischen Vertreter Inter Mailand und AC Florenz sind ebenfalls weiter. Mario Gomez brachte die Viola, die mit einem 1:1 aus London angetreten war, gegen Tottenham Hotspur in Führung (54.), ehe Salah alles klar machte (71.).

Dagegen präsentierte sich Inter Mailand vor allem in der Abwehr weniger anfällig, als beim 3:3 bei Celtic Glasgow. Trainer Roberto Mancini hatte seine Elf damals getadelt ("Wir haben arrogant gespielt") und wurde offenbar erhört. Diesmal gingen die Schotten leer aus, kassierten obendrein durch Guarin das 0:1 (88.) und mussten folglich die Segel streichen.

Gusyev verhindert die Verlängerung in Kiew

Dynamo Kiew hatte keine leichte Ausgangsposition gegen Guingamp, immerhin mussten die Ukrainer ein 1:2 aus dem Hinspiel aufholen. Das war dann nach Toren von Teodorczyk (31.) und Buyalsky (46.) noch vor dem Halbzeitpfiff erledigt. In Durchgang zwei verkürzte aber Mandanne (66.) - es drohte die Verlängerung. Dazu kam es aber nicht, da Gusyev eine Viertelstunde vor Schluss per Foulelfmeter den 3:1-Siegtreffer markierte.

Lovren besiegelt Liverpools Aus im Elfmeterschießen

In die Verlängerung musste indes der FC Liverpool, der den 1:0-Hinspielerfolg nicht in bare Münze umwandeln konnte. Bei Besiktas Istanbul kassierten die Reds in der 72. Minute das 0:1 durch den ehemaligen Hamburger Arslan. Weitere Treffer sollten weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung fallen, sodass die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen musste. Und in diesem hatten - wie könnte es anders sein - die Engländer das Nachsehen: Verantwortlich zeichnete dafür aber ein Kroate: Lovren jagte den Ball aus elf Metern über den Kasten und besiegelte damit Liverpools Aus.

Zenit mühelos - Kuranyi trifft für Moskau

Keine Mühe hatte Zenit St. Petersburg, das zu Hause dank eines Doppelpacks von Rondon (29., 67.) sowie eines Tores von Hulk (48.) einen klaren 3:0-Sieg gegen die PSV Eindhoven feierte und nach Hin- und Rückspiel mit 4:0 ins Achtelfinale einzog. Weitaus mehr zittern musste derweil Dynamo Moskau. Die Russen, bei denen Kuranyi als Bankdrücker begann, gerieten nach der Nullnummer in der Vorwoche in Anderlecht zunächst in Rückstand. Der Serbe Mitrovic hatte den RSC, bei dem Marko Marin nicht im Kader stand, in Führung gebracht (29.), doch die Moskauer drehten die Partie über Kozlov (47.) und Yusupov (64.) noch zu ihren Gunsten. Kuranyi machte schließlich zehn Minuten nach seiner Einwechslung in der Nachspielzeit mit seinem Treffer zum 3:1-Endstand alles klar (90.+4).

Die Auslosung des Achtelfinales findet am Freitag im schweizerischen Nyon statt und kann LIVE! auf kicker.de verfolgt werden.

drm