Barças "Fluch der 4" gebrochen - Atletico mit Nullnummer

Real knackt Villarreals B-Elf nicht - Sevilla verliert Anschluss

Vergab gegen Villarreal vier gute Möglichkeiten und war dementsprechend geknickt: Cristiano Ronaldo.

Vergab gegen Villarreal vier gute Möglichkeiten und war dementsprechend geknickt: Cristiano Ronaldo. Getty Images

Ronaldo trifft nur per Elfmeter: Real patzt gegen Villarreal

Am Sonntagabend hatte Real Madrid mit Villarreal einen schweren Brocken im Bernabeu zu Gast, doch Gäste-Trainer Marcelino rotierte gewaltig und spielte ohne sieben Stammakteure. Unter anderem blieben Musacchio, Victor Ruiz, Vietto und Uche auf der Bank. Auch die wegen einer Klausel nicht einsatzfähige Madrid-Leihgabe Cheryshev fehlte. Doch trotzdem startete Villarreal besser ins Spiel, Gerard Moreno, eigentlich nur Stürmer Nummer vier, zögerte frei vor Casillas zu lange und scheiterte, den Nachschuss von Gio dos Santos bugsierte Carvajal für seinen bereits geschlagenen Keeper per Hechtkopfball in höchster Not von der Linie.

Allmählich wachten die Blancos auf, Kopfbälle von Bale und Varane verfehlten ihr Ziel nur knapp, ehe eine verunglückte Flanke des Walisers an der Latte landete. Im zweiten Durchgang packte Bailly Ronaldo im Strafraum an die Hüfte und gewährte dem Portugiesen einen Elfmeter - natürlich versenkte Ronaldo diesen locker zu seinem 30. Saisontor (52.), sein neunter verwandelter Strafstoß in dieser Spielzeit. Nur gut eine Zeigerumdrehung später rettete Keeper Asenjo gegen "CR7" mutig. Marcelino brachte prompt Vietto ins Spiel, der auch umgehend am Ausgleichstor beteiligt war. Der Argentinier legte für Moreno ab, dessen Flachschuss von der Strafraumkante Casillas keine Abwehrmöglichkeit ließ (64.) - 1:1.

Immer wieder im Blickpunkt: Sergio Asenjo, hier mal wieder im Privatduell mit Ronaldo.

Immer wieder im Blickpunkt: Sergio Asenjo, hier mal wieder im Privatduell mit Ronaldo.

Jetzt wachten die Madrilenen auf und reagierten mit Wut im Bauch: Ronaldo wurde von Bailly derart bearbeitet und beim Schuss gestört, dass er letztlich aus spitzem Winkel an Asenjo scheiterte. Benzemas Kopfball aufs leere Tor - Asenjo verschätzte sich - ging weit drüber, ehe der Schlussmann einen "CR7"-Kopfball aus dem oberen Eck fischte. So stark Asenjo auf der Linie war, so schwach agierte er bei Flankenbällen. Einen kapitalen Fehlgriff wusste Joker Jesé aus etwa 14 Metern nicht im Tor unterzubringen. Auf der Gegenseite boten sich Vietto zwei Möglichkeiten auf den "Lucky Punch" der Gäste. Erst rutschte der Argentinier alleine auf Casillas zulaufend just im unpassendsten Moment aus, ehe sein Flugkopfball von "San Iker" pariert wurde.

In den Schlussminuten war Villarreal stehend K.o., während Real alles nach vorne warf. Erst prüfte Costa per verunglückter Klärungsaktion Asenjo, der blitzschnell rettete, dann bot sich Ronaldo in den Schlusssekunden die große Chance auf den Sieg, doch der Superstar setzte einen Kopfball freistehend hoch und weit daneben - dann hatte es das "Gelbe U-Boot" überstanden und den Punkt trotz der starken Rotation über die Zeit gerettet.

Sevilla verliert nach 0:0 gegen Atletico Anschluss an Königsklasse

Ein heißes Duell fand im Ramon Sanchez Pizjuan statt, wo der FC Sevilla Atletico Madrid empfing. Der Gladbach-Bezwinger konnte seine Champions-League-Träume nur mit einem Dreier am Leben erhalten, da Valencia zuvor gewonnen hatte. Sevilla begann dementsprechend motiviert und wirkte galliger, während Atletico die Pleite in Leverkusen offenbar durchaus noch in Kleidern und Köpfen steckte. Iborra hatte die beste Gelegenheit für die Andalusier, spitzelte den Ball jedoch nur an den Pfosten. Atletico fand offensiv kaum zueinander, zu allem Überfluss sah Griezmann nach hartem Einsteigen gegen das Knie von Aleix Vidal Gelb - damit fehlt der Franzose im nächsten Schlagerspiel um die Champions League kommende Woche gegen Valencia.

Es ging intensiv zur Sache bei Sevilla gegen Atletico - Tore gab es jedoch keine.

Es ging intensiv zur Sache bei Sevilla gegen Atletico - Tore gab es jedoch keine. Getty Images

Ansonsten war Sevilla weiterhin bemühter, den Führungstreffer zu erzielen: Coke kam diesem per Kopfball noch am nächsten, doch Moya parierte. Da Krychowiak sich mit Ball am Fuß einen Sekundenschlaf erlaubte, luchste ihm der eingewechselte Torres den Ball ab, schoss dann aber rechts vorbei. Trotz dieser Aktion wirkte "Atleti" zufriedener mit dem Punkt, der zwar im Meisterschaftskampf wohl die letzten Hoffnungen nimmt, im Rennen um die Königsklasse aber durchaus hilft. Derweil hat Sevilla nach der Nullnummer nun schon sieben Punkte Rückstand auf Rang vier.

Mustafi beglückwünscht Torschütze Piatti nach dessen Tor zum 2:0.

Mustafi beglückwünscht Torschütze Piatti nach dessen Tor zum 2:0. Getty Images

Am Sonntagmittag griff zunächst der FC Valencia gegen Real Sociedad ins Geschehen ein. "Los Che" waren von Beginn an hellwach und drängten auf die Führung. Feghouli bot sich nach einem Fehlpass eine Zwei-gegen-eins-Chance, doch der Mittelfeldmann war zu eigennützig: Anstatt auf Negredo rüberzulegen, schloss er aus spitzem Winkel lieber selbst ab und verfehlte das Ziel. Dann hatte Rulli etwas gegen Mustafis vierten Saisontreffer, der Torwart lenkte einen Kopfball des Weltmeisters über die Latte. Abwehrkollege Otamendi hätte eine Zeigerumdrehung später die Führung erzielen müssen, schaufelte den Ball freistehend aus kurzer Distanz mit zu viel Rückenlage aber drüber. Auf der anderen Seite klärte Mustafi einen Prieto-Schuss wenige Meter vor der Linie.

Nach der Pause belohnte sich Valencia für seinen Aufwand: Piatti hielt am kurzen Pfosten den Fuß hin, von Ansotegi abgefälscht trudelte der Ball über die Linie (53.). Das 2:0 fiel auf ähnliche Weise: Feghouli brachte die Kugel scharf und flach vor das Tor, Piatti war erneut frei und drückte den Ball rein (56.). Von dem Doppelschlag erholte sich Real Sociedad nicht mehr. Valencia hatte keine Mühe, den Sieg einzufahren und liegt jetzt einen Punkt hinter Atletico Madrid.

Bilbao gewinnt das kleine baskische Derby

Knapp 40 Kilometer trennen Eibar und Bilbao. Am Sonntag trafen sich die beiden baskischen Vereine zum Derby, das Athletic mit 1:0 für sich entscheiden konnte. Abwehrmann Gurpegui gelang nach 36 Minuten das Tor des Tages. Damit springt die Elf von Trainer Ernesto Valverde vorbei am Nachbar und auch an Real Sociedad und belegt mit nun 30 Zählern den zehnten Rang.

Suarez und Rakitic glänzen beim Arbeitssieg Barcelonas

Torschützen unter sich: Ivan Rakitic wird von Luis Suarez geherzt.

Torschützen unter sich: Ivan Rakitic wird von Luis Suarez geherzt. Getty Images

"Ein Ligaspiel am Samstag und um diese Uhrzeit ist garantiertes Leiden", warnt die "Mundo Deportivo" alle Barcelona-Anhänger bereits vor. Denn wieder musste Barça um 16 Uhr ran, diesmal beim FC Granada. Die Sportzeitung rechnete vor: Von fünf Partien um diese Uhrzeit wurde eins verloren und eins unentschieden gespielt - zu wenig für die Ambitionen der Katalanen. Beim Gastspiel in Andalusien fuhr die Blaugrana den Dreier jedoch bequem ein.

Nach missglücktem Torschuss von Luis Suarez staubte Rakitic mühelos zum 1:0 ab (25.). Granada war bemüht und kam kurz vor der Pause dem Ausgleich nahe, doch Torwart Bravo lenkte einen Schuss stark um den Pfosten. Nach der Pause spielte Suarez einen Doppelpass mit Rakitic und spitzelte die Kugel per Pike zum 2:0 ins Netz (49.). Doch Granada kam postwendend zum Anschlusstreffer durch Fran Rico, der einen durchaus schmeichelhaften Elfmeter rechts oben verwertete (53.).

Barça musste wieder mehr tun und beendete die Hoffnungen der Andalusier auf eine Überraschung in Minute 70: Suarez setzte sich gegen Torhüter Olazabal durch und legte uneigennützig quer auf Messi, der fast schon desinteressiert im Stand das entscheidende 3:1 markierte (70.) und somit mal wieder einen Barcelona-Sieg um 16 Uhr besiegelte.

Sanchez Flores hört auf - Schuster ein Kandidat bei Getafe?

Das Engagement von Quique Sanchez Flores in Getafe ist schon wieder vorbei. Nur 52 Tage hielt es den Trainer des FC Getafe im Amt, nun quittierte Sanchez Flores seinen Dienst freiwillig . Als Nachfolger ist unter anderem Bernd Schuster im Gespräch. Der "blonde Engel" war von 2005-2007 schon einmal Getafes Trainer, soll aber nur Außenseiterchancen auf eine Rückkehr haben. Als Favoriten gelten die weitaus günstigeren Milinko Pantic (ehemals Trainer von Atletico Madrid B und des FC Baku) und Alberto Toril, langjähriger Jugend- und Castilla-Coach von Real Madrid. Toril würde durchaus passen, gilt Getafe gemeinhin doch als "Farmteam" der Königlichen. Am späten Samstagabend setzte es erst einmal eine 2:3-Niederlage beim FC Malaga.

Buenos Tag, an dem alles gelang

Außergewöhnliches gelang am Samstag Alberto Bueno. Der Stürmer von Rayo Vallecano erzielte beim 4:2-Erfolg gegen Levante alle Treffer für seinen Klub - und das innerhalb von 15 Minuten (23., 32., 33., 38.)! "Das war einer dieser Tage, wo einfach alles gelingt. Beim vierten Tor habe ich nicht wirklich gut geschossen, aber sogar dieser Ball ging rein", sagte der 26-Jährige, der mit zwölf Toren bester Spanier in der Primera Division ist. Nun wartet Bueno auf einen Anruf von Seleccion-Trainer Vicente del Bosque.

atr