Bundesliga

Meha: "Die können auch bei Neuer reingehen"

Neuzugang Lakic sticht als Joker

Meha: "Die können auch bei Neuer reingehen"

Alban Meha

Zeigt Alban Meha hier seinen zweiten direkten Freistoßtreffer am kommenden Samstag gegen Manuel Neuer an? picture alliance

Es hätte auch früher gut laufen können: Süleyman Koc eilte beim Stand vom 0:0 in Hälfte zwei frei auf Torhüter Ron-Robert Zieler zu, umkurvte diesen und schloss ab. Doch spektakulär rettete Hannovers Verteidiger Miiko Albornoz, der damit erst die direkt anschließende Führung für 96 durch Marcelo ermöglichte. In Rückstand liegend warf Trainer André Breitenreiter Neuzugang Srdjan Lakic rein, der rund drei Minuten später per Kopf den Ausgleich markierte.

Doch warum der Bundesliga-Neuling nach Spielschluss auf seiner Internetseite von einem "Brustlöser" sprach, lag an Alban Meha. Der Albaner, in der Hinrunde lange wegen eines Einrisses am Außenmeniskus inklusive OP ausgefallen, hievte die Ostwestfalen mit seiner Spezialübung in Front und zu den wichtigen drei Auswärtspunkten. Es war der erste Dreier nach zuvor zehn sieglosen Bundesliga-Partien.

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Meha: "Ich muss nur das Tor treffen"

"Seit zwei, drei Wochen konnte ich wieder voll trainieren, habe keine Schmerzen mehr", verkündete Meha im Nachgang zunächst über seine Gesundheit. Die für gute Leistungen notwendige Fitness "hat sich damit heute wieder bestätigt", beschrieb der umtriebige und schussfreudige Mittelfeldmann weiter. In dieser 79. Spielminute jedenfalls schnappte sich Meha das Leder, lag es sich aus rund 25 Metern Entfernung bereit und hämmerte wuchtig drauf. Der Ball wechselte im Flug die Richtung, zog von links nach rechts, verwirrte so Keeper Zieler, der nur noch leicht herankam. Seine immer wieder trainierte Lieblingsübung Freistoß erläutert Meha selbstbewusst: "Ich muss im Grunde nur das Tor treffen. Da der Ball immer so flattert, wird es für jeden Torhüter schwer." Torwartfehler? "Er war hart geschossen und mit der Richtungsänderung wurde es eben schwer für Zieler, der noch leicht herangekommen ist", sagte er darüber hinaus.

Am meisten freute sich Meha aber nicht über das eigene Tor, sondern über das ersehnte 2:1-Erfolgserlebnis der gesamten Mannschaft: "Ein sehr, sehr wichtiger Sieg für uns. Gerade auswärts. Wir wussten, dass wir mal wieder punkten müssen - und das ist uns heute gelungen." Karneval wird deswegen aber nicht groß zelebriert: "Wir haben nach diesem Sieg noch nicht so viel zu feiern. Die Saison ist noch lang."

Breitenreiter: "Die Jungs haben gebrannt"

André Breitenreiter

Gab die Richtung nach dem 0:1-Rückstand vor: SCP-Coach André Breitenreiter. Getty Images

Coach André Breitenreiter resümierte dagegen noch einmal das Spiel und fasste zusammen: "Wir haben verdient gewonnen. In der ersten Halbzeit haben wir sehr kompakt gestanden und hatten wenig Ballbesitz, haben aber auch nur eine Chance zugelassen. Im zweiten Abschnitt waren wir drauf und dran, das 1:0 zu erzielen. Nach dem 0:1 haben wir dann richtig Gas gegeben und den Bock umgestoßen. Die Jungs haben gebrannt."

Spielbericht

Mit dem Erfolgserlebnis nach zehn sieglosen Partien im Rücken können die Paderborner nun mit frischem Selbstvertrauen die Mammutaufgabe FC Bayern München angehen. Der amtierende Meister und souveräne Tabellenführer, mit einer 8:0-Gala gegen den HSV erfolgreich , gastiert am Samstag (15.30 Uhr) in der Benteler Arena. Kunstschütze Meha sprach bereits die Freistoßwarnung aus: "Manuel Neuer hat schon so viele Freistöße aufs Tor bekommen. Ich kann nicht sagen, ob er sich fürchten wird. Auf jeden Fall werden sie so gefährlich kommen, die können auch bei einem ihm reingehen."

mag

Bilder zur Partie Hannover 96 - SC Paderborn 07