Bundesliga

Reus unterschreibt beim BVB bis 2019

Dortmund verzichtet in Zukunft auf Ausstiegsklauseln

Reus unterschreibt beim BVB bis 2019

Jubelt weiter für den BVB: Marco Reus hat in Dortmund verlängert.

Jubelt weiter für den BVB: Marco Reus hat in Dortmund verlängert. imago

Auf diese Nachricht haben die Anhänger von Borussia Dortmund lange gewartet. Marco Reus hat seinen Vertrag heute vorzeitig bis 2019 verlängert. Monatelange Verhandlungen führten am Dienstagmittag zu einer Übereinkunft mit großer Symbolkraft: Obwohl der BVB mitten im Abstiegskampf steckt und in der kommenden Saison aller Voraussicht nach nicht in der Champions League vertreten sein wird, bleibt einer der absoluten Leistungsträger an Bord. "Wir haben uns nie von all den Wechsel-Gerüchten leiten lassen und immer eine gute Chance gesehen, dass dieser außergewöhnliche Spieler sich ganz bewusst für eine Zukunft beim BVB entscheidet", sagte Hans-Joachim Watzke via BVB-Homepage. "Marco kann in Dortmund eine Ära prägen, so wie es vor ihm Uwe Seeler in Hamburg oder Steven Gerrard in Liverpool getan hat."

Der in Dortmund geborene Reus hätte die Borussia aufgrund einer Ausstiegsklausel in diesem Sommer für eine Ablöse von angeblich 25 Millionen Euro verlassen können. Sein neuer Vertrag, der auch für die 2. Liga gilt, kommt ohne einen entsprechenden Passus aus. In seiner Ad-hoc-Mitteilung verweist der börsennotierte Klub darauf, dass es "mit dem heutigen Tag keine Ausstiegsklauseln" beim BVB mehr gibt.

Bundesliga - 20. Spieltag
Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
49
2
VfL Wolfsburg
41
3
FC Schalke 04
34
Spielersteckbrief Reus

Reus Marco

Borussia Dortmund - Vereinsdaten

Gründungsdatum

19.12.1909

Vereinsfarben

Schwarz-Gelb

Schon am 19. Januar hatte der kicker berichtet, dass Borussia Dortmund in einer konzertierten Aktion mit seinen Partnern Opel und Puma Reus ein Top-Angebot unterbreitet hat. Mit knapp zehn Millionen Euro jährlich steigt der Offensivspieler jetzt zum absoluten Topverdiener in Dortmund auf. Real Madrid soll ihm nach spanischen Medienberichten fast das Doppelte geboten haben. "Marco Reus hätte zu fast jedem Topklub auf der Welt wechseln können. Durch seine Entscheidung hat er gezeigt, dass sein Herz für seine Heimatstadt und für seinen Heimatverein schlägt. Er ist ein ganz wichtiger Baustein für Borussia Dortmunds sportliche Zukunft", unterstreicht Sportdirektor Michael Zorc.

Es gibt viel zu tun, und da möchte ich kräftig mit anpacken!

Marco Reus nach seiner Vertragsverlängerung

Dass Reus die märchenhafte Offerte aus Madrid ausschlug, belegt seine tiefe Verwurzelung in Dortmund, wo Familie und Freunde zu Hause sind. Es zeigt aber auch seine hohe Identifikation mit dem Klub, der in der laufenden Saison in der Meisterschaft böse abgeschmiert ist und für das nächste Jahr einen Neustart plant. Mit Superstar Reus an der Spitze. "Dass sich Marco inmitten einer sportlichen Krise für den BVB entschieden hat, zeigt ein Höchstmaß an Identifikation, auf das wir sehr stolz sind", sagte auch Watzke. Reus selbst betonte, er sei "sehr glücklich" mit seiner Entscheidung für den BVB. "Dortmund ist meine Heimatstadt, und die Borussia einfach mein Verein. Ich freue mich auf eine erfolgreiche Zukunft mit unserem Team und unseren fantastischen Fans im Rücken. Es gibt viel zu tun, und da möchte ich kräftig mit anpacken!"

Reus viertbester Scorer seit Sommer 2012

Wie wichtig Reus für die Westfalen ist, belegen die Statistiken. Der Offensivspieler bestritt in der Bundesliga für den BVB 72 Bundesligaspiele, verzeichnete dabei 34 Tore und 25 Assists. Im Schnitt sammelt er alle 91 Minuten einen Scorerpunkt. 13-mal war er Spieler des Spiels, elfmal schaffte er es in die kicker-"Elf des Tages". Seit Sommer 2012 waren in der Bundesliga nur drei Spieler an mehr Treffern direkt beteiligt: Robert Lewandowski (51 Tore, 21 Assists), Thomas Müller (33 Tore, 31 Assists) und Stefan Kießling (44 Tore, 17 Assists).

In der Champions League brachte es Reus in 24 Spielen auf elf Tore und zehn Assists, hier war er im Schnitt alle 95 Minuten direkt an einem Treffer beteiligt. Seit 2012 war von Spielern deutscher Klubs nur Robert Lewandowski in der Königsklasse erfolgreicher: 27 Scorerpunkte (18 Tore, 9 Assists).

Thomas Hennecke

Marco Reus - der Aufstieg zum Borussia-Star