Bundesliga

TSG-Mitglieder einstimmig: Hopp übernimmt Mehrheit

Mitgliederversammlung in Sinsheim

TSG-Mitglieder einstimmig: Hopp übernimmt Mehrheit

Wird ab 1. Juli auch offiziell Chef der ausgegliederten Profi-Abteilung sein: Mäzen Dietmar Hopp.

Wird ab 1. Juli auch offiziell Chef der ausgegliederten Profi-Abteilung sein: Mäzen Dietmar Hopp. imago

384 der von Hoffenheims Präsident Peter Hofmann auf 6437 bezifferten Mitglieder waren am Montagabend in Sinsheim anwesend. 178 Stimmberechtigte sprachen sich letztlich einstimmig dafür aus, die Satzung zu ändern und Hopp die Stimmenmehrheit in der Spielbetriebsgesellschaft zu übertragen. Bisher hat der Verein die Stimmenmehrheit in der Gesellschafterversammlung der GmbH. Ab Juli sollen die Stimmrechte der prozentualen Beteiligung am Stammkapital entsprechen - hier hält Hopp 96 Prozent. Damit wird der 74-Jährige offiziell Boss der Fußball-Spielbetriebs GmbH.

Möglich wird dieser Schritt durch eine Ausnahmegenehmigung der Deutsche Fußball Liga (DFL) bezüglich der 50+1-Regel, nach der bei Kapitalgesellschaften die Stimmenmehrheit beim Mutterverein liegen muss. Ausnahmen gab es bisher nur bei Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg, in Hoffenheim wird es nun erstmals die Stimmenmehrheit für eine Einzelperson geben. Die DFL hatte eine entsprechende Erlaubnis im Dezember gegeben. "Der Ligavorstand hat Dietmar Hopp heute die Genehmigung erteilt, mit Wirkung zum 1. Juli 2015 die Mehrheit der Stimmrechte an der TSG 1899 Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH zu übernehmen", hatte die DFL mitgeteilt. "Nach Ansicht des Gremiums werden in diesem Fall die satzungsrechtlichen Voraussetzungen für eine entsprechende Ausnahme mit Blick auf die so genannte '50+1'-Regel erfüllt."

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TSG Hoffenheim - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.07.1899

Vereinsfarben

Blau-Weiß

Wie bei jedem Recht erwachsen aus dessen Wahrnehmung moralische Pflichten.

Dietmar Hopp

Ermöglicht wurde die DFL-Ausnahmeregelung durch das dauerhafte und langjährige finanzielle Engagement Hopps für die TSG. Auf Antrag erlaubt die DFL Ausnahmen von der 50+1-Regel in Fällen, "in denen ein Rechtsträger seit mehr als 20 Jahren den Fußballsport des Muttervereins ununterbrochen und erheblich gefördert hat".

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"Wie bei jedem Recht erwachsen aus dessen Wahrnehmung moralische Pflichten", erklärte Hopp am Montag. Insbesondere Investitionen in die Infrastruktur und die Jugendförderung würden durch die Übernahme der Stimmenmehrheit erleichtert. "Auch nach der Übernahme wird ein Beirat über die wirtschaftlichen und sportlichen Belange der TSG wachen, dabei bleibt die Verantwortlichkeit der Geschäftsführung unangetastet“, versicherte er.

bru