England: Premier-League-Letzter widerspricht Spekulationen

Trainer würgt Spieler: Leicester dementiert Pearson-Aus

Nigel Pearson

Groteske Szene: Leicesters Trainer Nigel Pearson wird gegen James McArthur handgreiflich. imago

Vichai Srivaddhanaprabha heißt der Besitzer von Leicester City. Und ähnlich schwer verständlich war auch, was sich am Samstagnachmittag kurz vor Schluss beim Liga-Heimspiel der "Füchse" gegen Crystal Palace vor ihrer Trainerbank abspielte.

Gäste-Profi James McArthur war nach einem Zweikampf an der Außenlinie unglücklich in Nigel Pearson gestürzt. Leicesters Trainer beugte sich daraufhin über den auf dem Rücken liegenden McArthur und griff nach einem kurzen Wortgefecht mit beiden Händen an dessen Hals. Nachdem McArthur schließlich aufgestanden war, dauerte es noch ein paar Sekunden, bis er sich von Pearson losreißen konnte.

Warum er das getan habe? "Weil er etwas zu mir gesagt hat", erklärte sich Pearson nach der 0:1-Niederlage. "Ich muss nicht alles verraten, oder? Ich kann auf mich selbst aufpassen." Für McArthur empfinde er großen Respekt, "er ist ein guter Spieler". Im vergangenen Sommer hatte Pearson sogar versucht, den 27-Jährigen von Wigan Athletic zu verpflichten. Ihm zufolge scheiterte der Wechsel an Wigans Trainer Uwe Rösler.

Rösler ist inzwischen entlassen, und gleiches passierte dem "Guardian" zufolge am Sonntagabend auch Pearson. Zwar ist Leicester mit nur vier Siegen aus 24 Spielen Premier-League-Letzter, Grund für die Personalentscheidung soll aber auch Pearsons grotesker Aussetzer gewesen sein. Srivaddhanaprabha habe die Außendarstellung überhaupt nicht gefallen, heißt es.

Später am Abend dementierte jedoch Leicester den Medienbericht: Pearson bleibe Trainer und bereite die Mannschaft auf das Spiel beim FC Arsenal am Dienstag vor, anderslautende Meldungen entbehrten jeder Grundlage.

Im Dezember beleidigte Pearson einen Fan derb

Pearson, der sein Amt seit 2011 innehatte und im vergangenen Jahr mit Leicester aufgestiegen war, verlor nicht zum ersten Mal die Contenance. "Verpiss dich und stirb!", hatte er im vergangenen Dezember einem Fan auf der Tribüne hinter der Trainerbank entgegengeschleudert, der ihn zuvor beleidigt hatte. "Es wird keine Entschuldigung geben", sagte er damals. Eine Strafe gab es aber sehr wohl: Pearson wurde ein Spiel gesperrt und musste 10.000 Pfund bezahlen.

jpe