Weinzierl lobt seinen Neuzugang in den höchsten Tönen

Höjbjergs Einstand nach Maß

Pierre-Emile Höjbjerg

Toller Einstand: Pierre-Emile Höjbjerg. Getty Images

Er war der gefragteste Mann nach der Partie: Pierre-Emile Höjbjerg, Neuzugang vom FC Bayern München, am Sonntagabend zum ersten Mal in der Startelf des FC Augsburg. Doch dem jungen Dänen war nach seinem ordentlichen Debüt die große Aufmerksamkeit fast schon zu viel. "Ich habe es schon oft gesagt, dass es nicht um mich geht, es geht um die Mannschaft. Wir haben heute gewonnen und deshalb bin ich sehr froh", gab Höjbjerg zu Protokoll.

Im Spiel des FC Augsburg war der Däne schon bemerkenswert präsent und das nicht nur, weil er in der 39. Minute hervorragend von rechts mit einer präzisen Flanke die 1:0-Führung durch Halil Altintop vorbereitete. "Da sieht man, was für eine Qualität er im Fuß hat", lobte ihn sein Trainer Markus Weinzierl. Auch deshalb schnappte sich der 19-Jährige bei den ersten Freistößen schon gleich den Ball, Höjbjerg wirkt bereits bestens integriert. Und das nach nur dreieinhalb Wochen. "Das war sein erstes Spiel. Er hat einen super Eindruck gemacht, ein Riesenkompliment an ihn. Er hat gefightet, gekämpft für die Mannschaft. So kann es weitergehen", gab es auch ein dickes Lob von Kapitän Paul Verhaegh. Doch Höjbjerg wollte von alldem nichts hören. "Schön, dass wir heute gewonnen haben, alles andere ist egal. Natürlich, das erste Tor in der Rückrunde ist immer wichtig für die Mannschaft. Doch wir müssen jetzt so weitermachen. Heute war der erste Schritt."

Mit 19 Jahren soweit zu sein, das ist beeindruckend.

Augsburgs Trainer Markus Winzierl

Dass er in der 72. Minute ausgewechselt wurde begründete Markus Weinzierl mit dem bereits am Mittwoch stattfindenden Spiel in Dortmund, zudem "war er Gelb-vorbelastet und da wollte ich auf dem Boden nicht das Risiko eingehen, dass er sich eine weitere abholt."

Spielbericht

Am Mittwoch darf Höjbjerg also gegen Borussia Dortmund auflaufen, davon darf man nach dieser Auftaktleistung ausgehen. "So darf er weitermachen, aber er ist ein junger Spieler, er hat viel gezeigt, aber er hat noch großes Entwicklungspotenzial. Mit 19 Jahren soweit zu sein, das ist beeindruckend", findet Weinzierl, der sich nun vier Monate über die Ausleihe vom FC Bayern freuen darf. Für den Dänen steht allerdings jetzt schon fest: "Ob ich 60, 90 Minuten oder gar nicht spiele, ich werde immer alles für die Mannschaft geben. Ich versuche jeden Tag besser zu werden." Sätze, die jeder Trainer der Welt gerne hört.

Mounir Zitouni

Bilder zur Partie FC Augsburg - TSG Hoffenheim