Berlin: Luhukay verteidigt defensive Transferpolitik

Sorgen um Skjelbred

Fehlt wegen eines Infekts: Herthas norwegischer Mittelfeldspieler Per Skjelbred.

Fehlt wegen eines Infekts: Herthas norwegischer Mittelfeldspieler Per Skjelbred. imago

"Wir müssen jetzt abwarten, wann Per wieder trainieren kann", sagte Luhukay nach der Übungseinheit am Mittwochvormittag. "Ich habe die Information auch erst heute morgen erhalten."

Der Kapitän der norwegischen Nationalmannschaft gilt als einer der wichtigsten Profis im Team von Hertha BSC. Nachdem er in den ersten beiden Wochen der Vorbereitung an einer Wadenblessur laborierte, hatte Skjelbred am Freitag im Testspiel gegen den Schweizer Erstliga-Fünften FC Thun (1:0) ein 72-minütiges Comeback gegeben. Danach hatte Luhukay aus seiner Erleichterung keinen Hehl gemacht und erklärt: "Pers Rückkehr ist sehr wichtig." Vor allem für die Balance im Berliner Spiel.

Hegeler und Schulz stünden bereit

Kein Zufall: Ohne den verletzten Skjelbred hatte Hertha in den letzten beiden Liga-Spielen des Jahres 2014 insgesamt neun Gegentore kassiert (4:4 in Frankfurt, 0:5 gegen Hoffenheim). Sollte der Mittelfeldspieler bis zum Rückrundenstart am Sonntag in Bremen nicht rechtzeitig gesund werden, würden Jens Hegeler und Nico Schulz als Alternativen für die Rolle des Achters im zentralen Mittelfeld ins Spiel kommen.

Schulz hatte zwar bisher die Mehrzahl seiner Saisonspiele als linker Außenverteidiger absolviert und war dabei in einer eher wackligen Berliner Mannschaft einer der stabileren Profis. Dennoch probierte Luhukay das Eigengewächs in der Vorbereitung zuletzt im Mittelfeld aus. Hinten links zog derweil Johannes van den Bergh an Schulz vorbei und hat gute Chancen, auch in Bremen in der Berliner Startelf zu stehen.

Unterdessen bekräftigte Herthas Trainer, nach Lage der Dinge in der laufenden Transferperiode auf einen Neuzugang zu verzichten. "Noch sind es zwar drei Tage, aber Stand jetzt machen wir nichts. Wir vertrauen unserem Kader und sehen keinen Handlungsbedarf, das habe ich meiner Mannschaft auch so gesagt", betonte Luhukay am Mittwoch.

"Jeder Klub muss für sich sehen, ob er Handlungsbedarf hat"

Dass die Konkurrenz aufrüstet, lässt ihn kalt: "Wir schauen nur auf uns, nicht auf andere. Jeder Klub muss für sich sehen, ob er Handlungsbedarf hat." Mut macht Luhukay vor allem die Rückkehr der Verletzten: "Fabian Lustenberger, Sebastian Langkamp und Roy Beerens sind wieder dabei, das stimmt mich positiv."

Steffen Rohr

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