Gladbach: Von der Vision zur Wirklichkeit

Eberl erntet die Früchte seiner (Jugend-)Arbeit

Max Eberl

Setzt erfolgreich auf die eigenen Nachwuchskräfte: Max Eberl. picture alliance

Am gestrigen Dienstag unterschrieben mit den U23-Leistungsträgern Marlon Ritter (20, offensives Mittelfeld) und Bilal Sezer (20, defensives Mittelfeld) die nächsten beiden Talente Lizenzspielerverträge, jeweils mit Laufzeit bis Juni 2017. Und groß ist die Hoffnung, dass auch diese Youngster wieder den Sprung in die Bundesliga schaffen.

Von dem voraussichtlichen Profi-Aufgebot, das am Donnerstag ins Trainingslager ins türkische Belek aufbricht, wird ein Drittel aus dem "Fohlenstall" stammen. Neben Ritter und Sezer noch Tony Jantschke, Patrick Herrmann, Julian Korb, Mahmoud Dahoud, Marvin Schulz, Janis Blaswich und Nico Brandenburger. Eine beachtliche Quote. Und nicht zu vergessen, dass auch der an den 1. FC Kaiserslautern verliehene Amin Younes noch bis 2016 an die Borussia gebunden ist.

Spielersteckbrief Sezer

Sezer Bilal

Spielersteckbrief Ritter

Ritter Marlon

Bor. Mönchengladbach - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.08.1900

Vereinsfarben

Schwarz-Weiß-Grün

Wir werden weiter konsequent das Prinzip der Durchlässigkeit vom Nachwuchs zu den Profis verfolgen.

Max Eberl

Eberl rechnet vor: "Seit wir im Juli 2004 in den Borussia-Park umgezogen sind, haben 20 Talente aus unserer eigenen Jugend den Sprung in die Bundesliga geschafft. Das sind im Schnitt zwei pro Jahr." Wahrlich ein Grund, um "darauf stolz zu sein", wie Eberl sagt. Vor allem aber ist es das richtige Signal an die Nachwuchskräfte, dass sie bei Borussia Mönchengladbach ihre Chance bekommen.

Vor über zehn Jahren, als vornehmlich Legionäre das Gesicht der Borussia prägten, verkündete Präsident Rolf Königs die Vision von einem Profikader, der zu einem Drittel aus eigenen Jugendspielern besteht. Damals eher als Träumerei abgetan, ist er heute Realität. Weil Eberl nicht erst seit dieser Saison die Früchte seiner eigenen Arbeit als früherer Nachwuchsdirektor erntet. Man darf es dem Sportdirektor glauben, wenn er ankündigt, den erfolgreichen Weg fortsetzen zu wollen: "Wir werden weiter konsequent das Prinzip der Durchlässigkeit vom Nachwuchs zu den Profis verfolgen."

Jan Lustig

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