Rechtsverteidiger setzte sich in Berlin prompt durch

Unions Trimmel will 2015 zulegen

Christopher Trimmel

Lief nach einer Nasen-OP mit einer Maske auf: Union Berlins Verteidiger Christopher Trimmel. imago

Stolpertstart wäre untertrieben. Union Berlin legte einen klassischen Fehlstart in die Saison hin: Die "Eisernen" kamen nicht auf die Beine, gewannen nur eines der ersten neun Spiele und flogen in der ersten Runde in Heidenheim (1:2) aus dem DFB-Pokal. Dann steigerte sich die Elf von Coach Düwel und arbeitete sich in der Tabelle ins Mittelfeld vor.

Exemplarisch für den Saisonverlauf steht Trimmel. Nach sechs Jahren bei Rapid Wien wagte der Österreicher den Schritt nach Deutschland; Union war seine erste Station außerhalb der Alpenrepublik. "Ich musste mich erst integrieren", blickt der 27-Jährige zurück. Die Leistungen in seinem ersten Halbjahr waren durchwachsen (kicker-Notenschnitt 3,69). Daher ist Trimmel nicht rundum glücklich - obwohl Düwel ihm sein Vertrauen schenkte.

Nur zwei Vorlagen bisher

Der dreimalige Nationalspieler sieht durchaus noch schlummerndes Potenzial - gerade offensiv. In seiner persönlichen Zwischenbilanz tauchen nur zwei Assists auf - mäßig für einen Außenverteidiger. Hier will Trimmel in der Wintervorbereitung ansetzen. "Und ich will auch selbst torgefährlich werden", sagt er. Ein eigenes Tor blieb ihm bislang noch verwehrt.

Mit Union holte er aus den letzten fünf Spielen vor Weihnachten zehn Zähler. "Die letzten Spiele waren ganz wichtig für uns. Wir spüren, dass es vorangeht", freut sich Trimmel. Auch er selbst hat sich gegen Ende des Jahres mehr und mehr gesteigert. Ein Trend, den er 2015 fortsetzen will.

lei