Erster Frankfurter Heimsieg nach 219 Tagen

FSV-Matchwinner Engels: Wenn Frechheit siegt

Brachten den FSV-Heimsieg auf den Weg: Zlatko Dedic und Mario Engels (re.).

Brachten den FSV-Heimsieg auf den Weg: Zlatko Dedic und Mario Engels (re.). imago

Mit dem Treffer zum 2:0 besiegelte Engels den ersten Heimsieg seit dem 11. Mai (2:0 gegen Köln). Spieler und Verantwortliche strahlten nach dem Schlusspfiff erleichtert wie sonst nur kleine Kinder an Weihnachten.

"Wir konnten das mit dem Heimfluch einfach nicht mehr hören und haben uns nochmal ein Stück mehr vorgenommen", erklärt Engels. Uwe Stöver lobt den Auftritt des technisch starken Offensivspielers. "Angesichts der verletzungsbedingten Probleme auf den offensiven Außenbahnen können wir alle froh sein, dass Spieler wie Mario relativ schnell in die Spur fanden. Das Tor hat er frech und schön gemacht", sagt der Sportchef, mahnt aber auch: "Er soll mal schön auf dem Teppich bleiben, dann kann das vielleicht was werden."

Engels glaubt nicht, dass er die Bodenhaftung verlieren könnte. "Ich habe ein gutes Umfeld, die bringen mich schnell wieder runter", meint der Sohn des Ex-Nationalspielers Stephan Engels. Gewissermaßen trug sein Vater sogar einen Teil dazu bei, dass es mit dem Treffer gegen Heidenheim klappte. "Mein Spielstil beruhte schon immer darauf, ein bisschen frech zu sein und Dinge zu probieren, die nicht immer klappen. Er sagte mir, dass ich das in Frankfurt beibehalten soll."

Julian Franzke