Stuttgart: Wahler hofft auf Befreiungsschlag

VfB-Aufsichtsrat uneins: Kommt Dutt?

Robin Dutt

Sein Name wird im Aufsichtsrat des VfB Stuttgart intensiv diskutiert: Robin Dutt. Getty Images

Der Offenbarungseid gegen Schalke (0:4) , die Rückkehr auf Platz 18, die anhaltende Kritik der Fans: Mit ruhigem Fahrwasser hat das, was sich momentan beim VfB Stuttgart abspielt, nichts zu tun. Und doch muss im derzeitigen Wellengang eine überlegte Entscheidung getroffen werden: Wer übernimmt das wichtige Amt des Sportchefs?

Dass Jochen Schneider, der nach dem Aus für Sportvorstand Fredi Bobic Ende September in die erste Reihe gerückt war, interessiert ist, den Posten dauerhaft zu übernehmen, ist bekannt - doch noch immer weiß er nicht, ob er auch darf. Im sechsköpfigen Aufsichtsrat haben sich zwei Gruppen gebildet: Die eine will dem 44-Jährigen, der seit 1999 im Klub ist und gut mit Trainer Huub Stevens zusammenarbeitet, das Vertrauen schenken. Die andere träumt von einem großen Namen der Fußball-Branche.

VfB Stuttgart - Die letzten Spiele
St. Gallen (H)
4
:
1
Wiesbaden (H)
1
:
2
Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
36
2
VfL Wolfsburg
29
3
FC Augsburg
24
VfB Stuttgart - Vereinsdaten

Gründungsdatum

09.09.1893

Vereinsfarben

Weiß-Rot

Frage der Woche

Diskutiert wird neben Ex-Keeper Jens Lehmann nach kicker-Informationen auch Robin Dutt: Der 49-Jährige, der in der Nähe von Stuttgart aufwuchs und bei den Kickers seine erste große Trainerstation übernahm, war am 25. Oktober bei Werder Bremen entlassen worden und wäre entsprechend verfügbar. Von August 2012 bis Mai 2013 war Dutt als Sportdirektor des DFB tätig, bat jedoch um Freigabe, als Werder Bremen anklopfte - er wollte wieder als Trainer arbeiten.

Wahler scheint inzwischen eine "Promi-Lösung" zu favorisieren

VfB-Präsident Bernd Wahler, der die Entscheidung letztlich fällen muss und sich selbst massiver Fan-Kritik ausgesetzt sieht, scheint inzwischen eine "Promi-Lösung" zu favorisieren, in der Hoffnung, so einen Befreiungsschlag landen zu können. Ob sich dieser Wunsch mit dem Namen Dutt erfüllen ließe, ist fraglich. Fest steht dagegen: Spätestens in der Winterpause wird eine Entscheidung fallen. Denn auch wenn Schneider keinerlei Druck auf die Vereinsführung ausübt, weiß auch Wahler: Ewig hinhalten kann er das VfB-Urgestein nicht.

Harald Kaiser/jpe