Bundesliga

Tönnies: "Keine Muskelverletzung mehr seit di Matteo"

Schalke-Boss verteidigt Sportvorstand Heldt

Tönnies: "Keine Muskelverletzung mehr seit di Matteo"

Clemens Tönnies (l.) neben Horst Heldt

"Ich werde es nicht zulassen, dass man sich Horst Heldt als Sündenbock herauspickt", sagt Clemens Tönnies. imago

Drei Niederlagen aus den letzten vier Pflichtspielen, nur Platz elf in der Liga: Auch unter Keller-Nachfolger Roberto di Matteo wartet Schalke 04 weiter auf den sportlichen Aufschwung. In anderer Hinsicht hat sich der Trainerwechsel jedoch bereits ausgezahlt - sagt jedenfalls Clemens Tönnies im Interview mit dem kicker (Montagsausgabe).

"Für mich ist das ein erster ganz entscheidender positiver Aspekt der Verpflichtung von Roberto di Matteo: Seit er da ist, haben wir keine muskuläre Verletzung mehr", sagt der Schalker Aufsichtsratschef und kritisiert damit indirekt Vorgänger Jens Keller. "Roberto hat sofort erkannt, dass man in der Trainingsarbeit etwas ändern musste, beim Warmmachen, beim Stretching. Er hat die Verletzungshäufigkeit abgestellt."

Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
27
2
VfL Wolfsburg
23
3
Bor. Mönchengladbach
20
Trainersteckbrief di Matteo

di Matteo Roberto

FC Schalke 04 - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.05.1904

Vereinsfarben

Blau-Weiß

Julian Draxler, für den die Hinrunde nach einem Teilabriss der Semimembranosus-Sehne gelaufen ist , widerspreche dieser Ansicht nicht: Diese Verletzung "passt nicht ins Raster der typischen Muskelverletzungen", so Tönnies. "Dass so eine Sehne reißt wie bei Julian, gibt's eigentlich nur im medizinischen Lehrbuch. Das ist einfach Pech."

Horst Heldt kann am allerwenigsten dafür!

Clemens Tönnies über die Schalker Misere

Warum es auf Schalke dennoch nicht rund läuft? Die kicker-Leser machten jüngst in einer Umfrage zu fast 60 Prozent "die Vereinsführung" für die anhaltende Misere verantwortlich, nicht mal sechs Prozent "die Trainer". Tönnies sieht das anders: "Was Finanzvorstand Peter Peters oder Marketingvorstand Alexander Jobst mit der aktuellen sportlichen Situation zu tun haben sollen, wäre mir schleierhaft. Und der Aufsichtsrat? Wir schenken der gesamten sportlichen Leitung vollstes Vertrauen. Was können wir mehr tun?"

Bleibt noch der Sportvorstand. "Ich sage Ihnen mal was", betont Tönnies: "Horst Heldt kann am allerwenigsten dafür! Er hat eine tolle Mannschaft zusammengestellt und einen hervorragenden Trainer verpflichtet. Davon bin ich felsenfest überzeugt, denn ich war bei den Gesprächen dabei und habe mir selbst ein Bild gemacht." Also: "Ich werde es nicht zulassen, dass man sich Horst Heldt als Sündenbock herauspickt. Die Kritik an ihm ist nämlich unfair."

Tönnies über Boateng, eine Schalke AG, die Transferpolitik - und warum S04 seine Personalkosten erhöhen muss: Das komplette Interview lesen Sie im aktuellen kicker vom Montag.

jpe