2. Bundesliga

Neururer: Ein Mix aus Glück und Fachwissen

Aufgehellte Stimmung in Bochum trotz anhaltender Negativserie

Neururer: Ein Mix aus Glück und Fachwissen

Peter Neururer

Peter Neururer kann wieder lächeln: Das Remis auf dem Betzenberg fühlte sich für Bochum eher wie ein Sieg an. imago

Hinterher konnte Neururer wieder lächeln. Zwar endete die Serie der sieglosen Spiele auch auf dem Betzenberg nicht - der VfL wartet nun seit acht Partien auf einen Dreier. Trotzdem war der Bochumer Coach nach dem Remis bei den "Roten Teufeln" alles andere als unzufrieden mit seiner Mannschaft. Momentan ist dem 59-Jährigen "jedes Ergebnis, das mit einem Punkt anfängt oder einem Sieg endet" recht.

Der Coach hatte - das ist klar - keinen geringen Anteil am Punktgewinn, wechselte er doch mit Stanislav Sestak den Torschützen zum Ausgleich ein. Der Joker traf in der 88. Minute zum 2:2. Hinterher sagte Neururer: "Die einen sagen 'glückliches Händchen', die anderen Fachwissen. Für mich liegt es irgendwo dazwischen."

Das Unentschieden war der erste kleine Schritt aus der Krise. Die Sieglos-Serie drückte beim VfL merklich aufs Gemüt. Klar ist jetzt: Die Wellen, die auf das Bochumer Lager zurollen, sind nun nicht mehr ganz so hoch. Der Traditionsklub kann etwas entspannter in die Länderspielpause gehen. Denn: "Unterm Strich ist ein Punkt bei einer sehr guten Mannschaft herausgesprungen", sagte Sestak.

Die Dramaturgie war kaum zu toppen.

VfL-Coach Peter Neururer nach dem 2:2 auf dem Lauterer Betzenberg

Dass sich das Remis wie ein Auswärtssieg anfühlte, lag sicher auch am Spielverlauf. Simon Terodde hatte Bochum nach gut einer halben Stunde in Führung gebracht, nach Wiederbeginn bewies Kaiserslautern Comeback-Qualitäten und drehte den Rückstand. Sestak sei Dank, dass Neurures Elf am Ende doch noch einen Zähler mitnehmen konnte.

"Das war ein Fußballspiel, das teilweise seinesgleichen gesucht hat", sagte Neururer, "die Dramaturgie war kaum zu toppen." Dass Bochum am Ende des Schauspiels die Bühne als gefühlter Sieger verließ, sorgte für gute Laune beim Übungsleiter. Ob es tatsächlich das Ende des Negativlaufs war, wird sich erst am Freitag in einer Woche zeigen. Dann trifft Bochum im heimischen Rewirpower-Stadion auf Schlusslicht VfR Aalen.