Champions League

Roma: Bayern hat alle Sicherheiten zerstört

Rom: Schlechte Generalprobe beim 0:2 in Neapel

Roma: Bayern hat alle Sicherheiten zerstört

Roma-Coach Rudi Garcia monierte liederliches Zweikampfverhalten: Hier scheitern Nainggolan (li.) und Florenzi an Neapels Koulibaly.

Roma-Coach Rudi Garcia monierte liederliches Zweikampfverhalten: Hier scheitern Nainggolan (li.) und Florenzi an Neapels Koulibaly. imago

Die Verve aus dem letzten Jahr und vom Saisonstart scheint verflogen, die 1:7-Niederlage gegen die Münchner hat offenbar einen beträchtlicheren mentalen Schaden angerichtet als zunächst vermutet. "Eine solche Pleite hinterlässt unweigerlich Spuren, Bayern hat all unsere Sicherheiten zerstört. Wir machen momentan eine heikle Phase durch", sagte Sportchef Walter Sabatini.

Trainer Rudi Garcia monierte ein liederliches Zweikampfverhalten, auch vom zuvor funktionierenden Tempofußball fehlte in Neapel jegliche Spur. In der Defensive hofft man am kommenden Mittwoch auf die Rückkehr des angeschlagenen Maicon, dafür fehlen in der Innenverteidigung nötige Alternativen - Castan und Astori fallen weiter aus. Im Mittelfeld könnte Garcia eine abgesicherte Variante mit de Rossi (wurde in Neapel geschont), Keita und Nainggolan wählen oder einen der drei durch Pjanic ersetzen.

Spielersteckbrief Maicon

Sisenando Douglas

Champions League - Vorrunde, 4. Spieltag
Champions League - Tabelle - Gruppe E
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
12
2
AS Rom
4
3
ZSKA Moskau
4
Trainersteckbrief Garcia

Garcia Rudi

CL, 4. Spieltag

In jedem Fall kommt die Reise nach München, wo es im Europacup 2010/11 und 1984/85 jeweils eine 0:2-Niederlage gab, zu einem ungelegenen Zeitpunkt, denn die Roma verlor drei der letzten sechs Partien, allesamt gegen starke Konkurrenten (Juventus, Bayern, Napoli). "Ein Remis wäre bereits ein großer Erfolg", sagte Coach Garcia. "Wir werden sehen, ob die Probleme gegen Spitzenklubs anhalten. Es wird jedoch sicher nicht schwer, eine bessere Figur als im Hinspiel abzugeben." Mit dieser Prognose könnte der Franzose durchaus richtigliegen.

Oliver Birkner