Int. Fußball

Maicon fliegt aus der Seleção

Dunga zieht nach Undiszipliniertheit Konsequenzen

Maicon fliegt aus der Seleção

Maicon

Abschied aus der Seleção nach zehn Jahren: Maicon. imago

"Er spielt keine Rolle mehr in den Plänen", verkündete Nationalmannschafts-Manager Gilmar Rinaldi die wohl endgültige Ausbootung des 33-Jährigen. Dass Rinaldi dem Rechtsverteidiger im Anschluss seinen Dank "für seine geleisteten Dienste in der Seleção" aussprach, dürfte für Maicon nur ein schwacher Trost gewesen sein.

Seinem Debüt 2004 unter Carlos Alberto Parreira folgten 74 weitere Länderspiele und zwei WM-Teilnahmen. Sieben Treffer unterstreichen die Offensivqualitäten des Außenverteidigers. Bei der Heim-WM hatte der Römer zwar zunächst das Nachsehen gegenüber Konkurrent Dani Alves, doch ab dem Viertelfinale erkämpfte er sich einen Stammplatz. Nun soll ein "internes Problem", eine Undiszipliniertheit das Ende seiner Nationalmannschaftskarriere bedeuten.

Des einen Leid ist des anderen Freud: Dunga entschied sich vor der Partie am Dienstag im US-Bundesstaat New Jersey gegen Ecuador für eine erstmalige Nominierung von Monacos Rechtsverteidiger Fabinho, der eilig vom U-21-Einsatz aus Katar anreiste. Ein Einsatz des 20-Jährigen scheint nicht unwahrscheinlich, zumal mit David Luiz eine defensive Stammkraft mit Kniebeschwerden verletzungsbedingt ausfällt.