2. Bundesliga

Trainer raus? Machmeier stützt Schwartz

Sandhausen: Nur ein Punkt aus neun Pflichtspielen

Trainer raus? Machmeier stützt Schwartz

Jürgen Machmeier & Alois Schwartz

Rückendeckung: Sandhausens Präsident Jürgen Machmeier (l.) stützt Trainer Alois Schwartz (r.). imago

Schwartz: Vom Messias zum Buhmann

"Es ist schade, dass man so was schon nach dem 4. Spieltag hören muss", kommentierte SVS-Trainer Alois Schwartz die ihm entgegenschlagende Kritik des eigenen Anhangs. Die Verantwortlichen in Sandhausen nahmen den Coach aber sofort aus der Schusslinie: "Noch vor kurzem wurde unser Trainer noch wie ein Messias gefeiert", sagte etwa Präsident Jürgen Machmeier und schob der Mannschaft den schwarzen Peter zu: "Wir haben uns zu wenig gewehrt. Bezeichnend war, dass es für Sandhausen nur eine Gelbe Karte gab."

SV Sandhausen - Die letzten Spiele
Regensburg (H)
abges.
Aue (A)
abges.
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
VfL Bochum
8
2
FC Ingolstadt 04
8
3
RB Leipzig
8
Trainersteckbrief Schwartz

Schwartz Alois

SV Sandhausen - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.08.1916

Vereinsfarben

Schwarz-Weiß

Nach einem überraschenden zwölften Platz in der Vorsaison wurde der Kader im Sommer augenscheinlich sogar noch verstärkt. Mit Gartler, Kratz, Pfertzel, Wooten und Zillner wechselten durchaus namhafte Spieler in den Hardtwald. Doch der Erfolg blieb bislang aus: Abgesehen von einem 1:1 gegen Kaiserslautern am 2. Spieltag kassierten die Kraichgauer nur Niederlagen. Darunter auch das deutliche Pokal-Aus in Bielefeld (1:4).

Keine Gegenwehr und viel Angst

Spielbericht

Die allgemein große Verunsicherung führt Schwartz auf das späte Gegentor beim 1:2 auf St. Pauli sowie das frühe 0:1 gegen den FCI zurück. Trotzdem bleibt es unverständlich, warum sein Team in der Folge zu keiner Zeit ein Aufbäumen zeigte. Sogar Bruno Hübner, Sportdirektor von Eintracht Frankfurt, der das Spiel wegen seiner beiden Söhne Florian (Sandhausen) und Benjamin (Ingolstadt) verfolgte, diagnostizierte: "Die Angst war spürbar beim SVS."

Nach der Länderspielpause will Schwartz dann endlich das Ruder herumreißen. Vor allem aufgrund der lahmenden Vorwärtsbewegung hofft der Trainer auf die Rückkehr der verletzten Mittelfeldspieler Kratz (Sprunggelenks-OP), Kulovits (angebrochene Rippe), Tüting (Muskelfaserriss) und Zillner (Sehnenentzündung am Fuß). Bei den letzteren Dreien scheint ein Einsatz am 14. September (13.30 Uhr) gegen die SpVgg Greuther Fürth möglich.