Stadionsicherheit: Rauball lehnt Beteiligung an Polizeikosten ab

Über 13 000 Ordner kosten 23 Millionen Euro

In 1. und 2. Bundesliga sind über 13 000 Ordner im Einsatz.

In 1. und 2. Bundesliga sind über 13 000 Ordner im Einsatz. picture alliance

Insgesamt werden rund 13 000 Ordner eingesetzt. Hinzu kommen Ausgaben für weitere, fest angestellte Mitarbeiter wie Sicherheitsbeauftragte oder die Fan-Betreuer.

Aufsteiger SC Paderborn kommt in seiner 15 000 Zuschauer fassenden Arena mit der vergleichsweise geringen Anzahl von 280 Ordnern aus, kalkuliert mit Kosten von 410 000 Euro. Top-Vereine wie Bayern München und Borussia Dortmund, deren Stadien mehr als 70 000 bzw. 80 000 Zuschauern Platz bieten, wollen keine konkreten Zahlen preisgeben. Aufgrund des Zuschauerzuspruchs und der häufigen Spieltermine liegt ihr Budget für den Ordnungsdienst jeweils um die zwei Millionen Euro.

Eintracht Frankfurt, das inklusive Europa League und DFB-Pokal auf 25 Heimspiele in der vergangenen Saison kam, zahlte für den Ordnungsdienst rund 1,75 Mio. Euro (bis zu 51 500 Zuschauer pro Partie). Die Hessen setzen im Durchschnitt 750 Ordner ein. Auf Schalke sind es 624 Ordner, die Kosten betrugen 1,73 Millionen Euro. Borussia Mönchengladbach versucht, durch den Einsatz von Vereinsmitgliedern (bis zu 480 Personen) die Kosten für den Ordnungsdienst im Rahmen zu halten, und beschäftigt nur 25 externe Security-Mitarbeiter.

Ähnlich verfahren der Karlsruher SC und Union Berlin in der 2. Liga. Aufgrund der deutlich niedrigeren Etats und TV-Gelder fallen dort die Kosten für den Ordnungsdienst prozentual stärker ins Gewicht. Bochum kalkuliert mit 660 000 Euro, Kaiserslautern mit 550 000, selbst in Sandhausen und Ingolstadt werden noch 340 000 und 250 000 Euro für jeweils 200 Ordner veranschlagt.

Michael Ebert