Burghausen: Bindeglied für Coach und Verein

Burkhard fühlt sich bei Wacker "pudelwohl"

Ist in Zukunft auf und neben dem Platz gefordert: Christoph Burkhard.

Ist in Zukunft auf und neben dem Platz gefordert: Christoph Burkhard. Imago

Das Grinsen auf Burkhards Gesicht hätte größer nicht sein können, als er sich am Freitagabend vom Rasen der Wacker-Arena, vorbei an den jubelnden Burghauser Fans, auf den Weg in die Kabine machte. "Wir haben die ganze Woche darauf gewartet, dass das Spiel kommt", meint der Kapitän - und mit dem 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg II wurde endlich der erste Saisonsieg geholt.

Dabei kam es vor der Saison für viele Fans überraschend, dass der 29-Jährige überhaupt noch Siege mit ihnen feiert - aber Burkhard hat sich für Burghausen und die Regionalliga entschieden: "Ich fühle mich hier pudelwohl. Und mit dem Mario Demmelbauer habe ich ein gutes Verhältnis, wir wollen einfach in den nächsten Jahren etwas aufbauen", erzählt Burkhard von den Plänen.

Ein SV Wacker ohne den gebürtigen Aichacher wäre ohnehin kaum vorstellbar gewesen, gehört der rechte Verteidiger, der in seiner sechsten Saison in Burghausen spielt, doch schon zum Inventar.

2009 hatte ihn der damalige Trainer Jürgen Press von 1860 München an die Salzach geholt, seitdem ist Burkhard 161-mal (zwölf Tore) in der 3. Liga und aktuell eben viermal in der Regionalliga aufgelaufen (ein Tor). War er als einer der erfahreneren Spieler in den vergangenen Jahren noch Teil eines Führungsteams, fällt ihm diese Rolle beim neuen SV Wacker fast schon alleine zu.

Leitfigur übernimmt Verantwortung

"Ich bin der Älteste, das ist was Neues, weil ich die Rolle so noch nie übernommen habe. Aber ich probiere das Beste daraus zu machen, gerade die jungen Spieler zu unterstützen, denn für die ist das auch keine leichte Situation. Die kommen aus der Jugend und spielen jetzt das erste Mal vor so vielen Fans", beschreibt Burkhard seine neue Aufgabe.

Diese hat er aber nicht nur auf, sondern auch neben dem Fußballplatz. Mit fast 30 Jahren denkt der Verteidiger nämlich schon daran, was nach der Karriere kommt und ist deshalb seit dieser Saison Teil des Marketingteams bei Wacker.

"Der Verein hat mir das angeboten und ich möchte das kennenlernen. Ich denke, dass das für die Leute außen und die Sponsoren wichtig ist, dass sie wissen, was mit ihrem Geld passiert." Das perfekte Bindeglied eben nicht nur für den Coach, sondern den gesamten Verein.

Alexander Nöbauer