Regionalliga

Neue Rolle für Ex-Profi Fleßers bei RWO

Oberhausen: Trainer Zimmermann muss hinten improvisieren

Neue Rolle für Ex-Profi Fleßers bei RWO

Hilft in der Innenverteidigung aus: Robert Fleßers.

Hilft in der Innenverteidigung aus: Robert Fleßers. Imago

Der Kleeblatt-Kader weist nämlich erste unangenehme Lücken auf: Waren die Ausfälle der Langzeitverletzten Jörn Nowak (Innenverteidigung, Kreuzbandriss) und Christoph Caspari (Rechtsverteidiger, Knöchelbruch) noch vorauszusehen, stört die Schulterverletzung von Innenverteidiger Tobias Hötte schon deutlicher. Die Abwehr muss umgebaut werden, zudem gibt es im defensiven Mittelfeld nach dem Transfer von Gideon Jung zum Hamburger SV Handlungsbedarf.

Zuletzt ließ Zimmermann den angestammten Sechser Robert Fleßers in der Innenverteidigung agieren und vertraute Paul Voß (aus Leverkusen gekommen) sowie Ralf Schneider das defensive Mittelfeld an. Für den 1,88 Meter großen und bundesligaerfahrenen Fleßers (neun Spiele für Borussia Mönchengladbach) eine lösbare Aufgabe. Auch im Angriff wird noch getestet, zumal sich Michael Smykacz einen Mittelfußbruch zugezogen hat. Beim 2:1-Erfolg am Freitagabend über die U 23 des SV Wehen Wiesbaden bot Zimmermann mit David Jansen und dem 19-jährigen Raphael Steinmetz (Arminia Klosterhardt) zwei Mittelstürmer auf - die Tore schossen mit Haas und Fleßers jedoch zwei Defensive.

Finanzielle Sorgen reißen nicht ab

Was die Wechselspiele und Winkelzüge zeigen: RWO ist taktisch höchst variabel. Zudem hat man den Vorteil, mit einer grundsätzlich eingespielten Truppe in die Saison gehen zu können. Ein Kurztrainingslager am Wochenende, zu dem Finanzvorstand Herbert Jöring auf seinen Landsitz geladen hatte, trug zusätzlich zum gelungenen "Teambuilding" bei.

Das Problem, das den Oberhausenern treu bleibt, ist das finanzielle: "Wir schleppen Altlasten mit, die so schnell nicht abzubauen sind", sagt Sommers, der eine Liquiditätslücke in Höhe von bis zu 400 000 Euro ausgemacht hat. Der Jung-Transfer (150 000 Euro) und verstärkte Präsenz des örtlichen Energieversorgers als Hauptsponsor helfen, dennoch ist laut Sommers "Klinkenputzen" angesagt. Schließlich soll 2016 die Aufstiegsfeier anstehen.

Gustav Wentz