Bundesliga

"Treppe führt nicht automatisch immer nach oben"

Gladbach: De Jong nach Eindhoven?

"Treppe führt nicht automatisch immer nach oben"

Ibrahima Traore und André Hahn

Zwei Gladbacher Neuzugänge im Gleichschritt: Ibrahima Traore und André Hahn. imago

Borussen-Coach Lucien Favre begrüßte beim Auftakt auch Stürmer Luuk de Jong (23), der in der Rückrunde der abgelaufenen Saison als Leihgabe für Newcastle United Spielpraxis gesammelt hatte. Findet sich für den niederländischen Angreifer, Rekordeinkauf im Sommer 2012 (zwölf Millionen Euro) und ausgestattet mit einem Vertrag bis 2017, wie auch für das abwanderungswillige Offensiv-Duo Peniel Mlapa (23, Vertrag bis 2016) und Amin Younes (20, Vertrag bis 2015) ein Käufer, wäre Max Eberl weiteren Transferaktivitäten nicht abgeneigt.

De Jong zurück in die Heimat?

Im Fall de Jong betont der Sportdirektor auf der Website der Borussia: "Wir haben in Luuk de Jong einen Rückkehrer, auf den wir uns sehr freuen. Wir haben immer betont, dass er bei uns wieder herzlich willkommen ist. Es war nie eine endgültige Trennung. Luuk wollte einfach wieder mehr spielen. Das hat er getan und jetzt kommt er zurück und erhält eine neue Chance, bei uns Fuß zu fassen." Mit Blick auf die Transferfrist sagt der 40-jährige Manager aber auch: "Bekannt ist, dass die PSV Eindhoven interessiert ist. Man muss sehen, was bis zum 31. August passiert."

Kruse gut vorbereitet

Mit besonderem Ehrgeiz geht Max Kruse in die kommende Saison. Der für die WM in Brasilien aussortierte Torjäger hat sich auf Mallorca bereits auf die Vorbereitung eingestimmt und mit einem Privattrainer acht Tage lang schweißtreibende Einheiten bis zu fünf Stunden täglich hinter sich gebracht. Ziel: Ein Traumstart wie in der vergangenen Spielzeit (sieben Treffer, sechs Assists an den ersten elf Spieltagen) sowie die Rückkehr in den Kreis der Nationalmannschaft.

Eine Zielvorgabe hat auch Eberl. Von der kommenden Saison erwartet Eberl nicht mehr als von der vergangenen, als die Borussia Rang sechs belegte. Einstellig soll es aber schon sein. Und vielleicht klappt's ja erneut, die Zielsetzung zu übertreffen und sich für die Europa League zu qualifizieren.

"Bei allem Ehrgeiz muss stets die Realität im Vordergrund stehen. Realität bedeutet für Borussia, dass die Klubs, die in der vergangenen Saison vor uns platziert waren, auch in der kommenden Spielzeit deutlich größere finanzielle Möglichkeiten haben", so Eberl. "Wir wollen mit Teams wie Hoffenheim, Stuttgart oder Hannover, die in der kommenden Saison wieder potenzielle Europa-League-Teilnehmer stellen werden, auf Augenhöhe um diese begehrten Plätze kämpfen. Alles andere wäre unrealistisch. Wir dürfen nicht glauben, dass die Treppe automatisch immer nach oben führt."