Aalen: Große Personalrochade - Stürmer erwünscht

Umbruch light: Ruthenbeck forciert Konkurrenzkampf

Stefan Ruthenbeck

Ein trügerisches Bild: Stefan Ruthenbeck freut sich über verstärkten Konkurrenzkampf. picture alliance

Insgesamt sind über zehn Profis gegangen, darunter die Außenverteidiger Daniel Buballa (24, St. Pauli) und Sascha Traut (29, KSC) sowie der schon im Winter umworbene Innenverteidiger Benjamin Hübner (24, FC Ingolstadt). Die so gut harmonierende Viererkette wurde damit auseinander gerissen. "Alles ist neu. Es ist eine neue Mannschaft da", sagte Coach Ruthenbeck beim Trainingsauftakt am Dienstag. Tatsächlich hat der VfR bislang elf Neue verpflichtet. "Ganz sicher kommen wird noch ein dritter Torwart", erlärt Ruthenbeck, der auch im Angriff nachlegen will. "Ein neuer Zentrumsstürmer würde uns auch noch guttun."

Warten auf Lechleiter

Bislang sind die Alternativen begrenzt: Nejmeddin Daghfous (27), Fabian Weiß (22) sowie die beiden Neuen Collin Quaner (23, FC Ingolstadt) und Dominick Drexler (24, Fürth), der aber eher über die Außenbahn kommt. Toptorjäger Robert Lechleiter (33) wird nach seinem im Mai erlittenen Kreuzbandriss erst im neuen Jahr zurückerwartet. "Er ist unser erster Winterzugang." Notkäufe schließt der Übungsleiter aus, für den Japaner Takuma Abe sucht der VfR noch einen Abnehmer.

Spielersteckbrief Feick

Feick Arne

Spielersteckbrief Chessa

Chessa Dennis

Spielersteckbrief Drexler

Drexler Dominick

Spielersteckbrief Quaner

Quaner Collin

Trainersteckbrief Ruthenbeck

Ruthenbeck Stefan

VfR Aalen - Vereinsdaten

Gründungsdatum

08.03.1921

Vereinsfarben

Schwarz-Weiß

Trotz des gewaltigen Umbruchs - die neue Anfangsformation soll ihr Gesicht nicht komplett verändern. Im Gegenteil. Von der Startelf, die Ende April überraschend klar mit 3:0 bei St. Pauli gewonnen hat, sind außer den beiden Außenverteidigern Traut und Buballa alle noch an Bord. Das Innenverteidigerduo Oliver Barth (34) und André Hainault (28) hat in der vergangenen Saison mehrfach gezeigt, dass es zusammenpasst.

Die "Alten" müssen sich zeigen

Ruthenbeck nennt acht etablierte Spieler, um die er die neue Mannschaft aufbauen will. Die beiden Keeper Jasmin Fejzic und Daniel Bernhardt sowie Barth, Hainault, Leandro, Andreas Hofmann, Manuel Junglas und Michael Klauß. Ein Freifahrschein bedeutet das allerdings für keinen der "alten" Spieler. Im Gegenteil. "Der Konkurrenzkampf für die Kaderplätze acht bis 16 wird jetzt größer", sagt der Trainer. Beispielsweise links hinten: Der erfahrene Arne Feick (26, Bielefeld) muss sich mit Linksverteidiger Dennis Chessa (21, Bayern München II) einem jungen Konkurrenten stellen, der sich zeigen und auch spielen möchte.

Was sich Ruthenbeck derzeit allerdings nicht vorstellen kann: dass der VfR Aalen im 4-4-2-System mit zwei Spitzen aufläuft. "Das ist nicht das System, um das es geht. Das ist momentan nicht möglich", erklärt der Trainer. Denn: "Dazu haben wir schlicht zu wenig Stürmer." Bis ein neuer Torjäger verpflichtet ist, wird deshalb auf das erprobte 4-3-3 gesetzt. Alexander Haag