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Stotterstart: "Super Eagles" zittern

WM: Erste Nullnummer, erstes Unentschieden

Stotterstart: "Super Eagles" zittern

Ihm glückte nur wenig: John Obi Mikel (re., im Zweikampf mit Ashkan Dejagah).

Ihm glückte nur wenig: John Obi Mikel (re., im Zweikampf mit Ashkan Dejagah). Getty Images

Denn der WM-Neuling vom Balkan konnte von der Couch aus mitansehen, wie die beiden Gruppengegner sich gegenseitig Punkte wegnahmen.

Der amtierende Kontinentalchampion Afrikas enttäuschte auf ganzer Linie. Auch John Obi Mikel vom FC Chelsea, der im gesamten Spielverlauf nur einen Torschuss abgab und unerklärlicherweise von der FIFA zum "Mann des Spiels" gewählt wurde. Vom 27-Jährigen waren kaum Akzente im Vorwärtsspiel zu erkennen. Auch sonst blieb er weit unter seinen Möglichkeiten. Jedoch hätte es insgesamt auch kein anderer Feldspieler der "Super Eagles" verdient gehabt, den Rasen als "Man of the Match" zu verlassen. Am ehesten noch Torwart Vincent Enyeama, der bei Irans bester Chance durch Reza Ghoochannejad mit einer super Parade zur Stelle war (34.).

Queiroz zufrieden: "Noch alles drin"

Die Asiaten zeigten im Rahmen ihrer Möglichkeiten eine passable Leistung. Der portugiesische Trainer Carlos Queiroz zeigte sich äußerst zufrieden: "Ich muss meine Spieler loben. Sie haben dieses Unentschieden mehr als verdient." Das stimmt. Zwar lagen die Afrikaner in den meisten Statistiken (Ballbesitz, Torschüsse) vorne, die gefährlichste Aktion verbuchte jedoch der Außenseiter. Und Queiroz ging sogar noch einen Schritt weiter. "Das Wichtigste ist, dass für uns noch alles drin ist", zeigte sich der 61-Jährige durchaus optimistisch.

Natürlich ist auch für Nigeria noch alles drin, aber nach einem derart blutleeren Auftritt wirkt es in der Nachbetrachtung geradezu amüsant, dass Trainer Stephen Keshi noch vor dem ersten Spiel gesagt hatte, ein afrikanisches Team sei dem WM-Titel schon sehr nah. Zumindest die "Super Eagles" bewiesen gegen den Iran eindringlich, wie weit sie noch davon entfernt sind. Denn präsentiert sich Nigeria weiterhin so schwach, dann wird es noch nicht einmal für das Achtelfinale reichen.

Chance zur Besserung bekommen die Westafrikaner schon am Sonntag (0 Uhr, LIVE! bei kicker.de) beim Spiel gegen Bosnien-Herzegowina. Im Hinblick auf die K.o.-Runde wird es in jedem Fall ein richtungsweisendes Spiel für beide Länder werden.