WM

FIFA sperrt Beckenbauer

Wegen fehlender Kooperation

FIFA sperrt Beckenbauer

Franz Beckenbauer

Verweigerte gegenüber der Ethikkommission eine persönliche Stellungnahme: Franz Beckenbauer. imago

Franz Beckenbauer hat auf seinen von der FIFA verhänge Sperre gegen seine Person reagiert und will nun bis zum 27. Juni die Fragen des Chefermittlers der Ethik-Kommission des Fußball-Weltverbandes, Michael J. Garcia, beantworten, das werde "in schriftlicher Form auf Deutsch" geschehen. Das teilte das Management des 68-Jährigen am Sonntag mit.

Gelassen hatte sich Beckenbauer auf die gegen ihn verhängte Sperre gezeigt. "Ich habe gedacht, das ist ein Aprilscherz. Vielleicht hat sich da jemand einen Spaß erlaubt", sagte der 66-Jährige beim TV-Sender Sky Sport News HD am Freitagabend. Die Sperre gegen Beckenbauer war vom Vizevorsitzenden der rechtsprechenden Kammer der FIFA-Ethikkommission, Alan Sullivan, auf Antrag des Vorsitzenden der Untersuchungskammer, Michael J. Garcia, ausgesprochen.

"Der Entscheid basiert auf Art. 83 Abs. 1 des FIFA-Ethikreglements, da davon ausgegangen werden kann, dass es zu einem Vergehen gegen das Ethikreglement gekommen ist und dass es nicht möglich sein wird, früh genug eine reguläre Entscheidung zu fassen. Das mutmaßliche Vergehen steht im Zusammenhang mit der fehlenden Kooperation von Franz Beckenbauer in einer Untersuchung der Ethikkommission, obwohl er wiederholt angefragt wurde, in einem persönlichen Interview oder durch die Beantwortung schriftlicher Fragen, die in Englisch und Deutsch gestellt wurden, Informationen zu liefern", hieß es auf der Website des Verbandes.

Beckenbauer hatte vor kurzem erklärt, er sehe möglichen Untersuchungen durch die FIFA-Ethikkommission auch zu seinem Wahlverhalten bei der brisanten WM-Doppelvergabe 2018 und 2022 an Russland und Katar gelassen entgegen.