Wirbel bei Manchester City

Enttäuschender Kuchen: Touré erwägt Wechsel

Yaya Touré

Frust-Essen: Seinen 31. Geburtstag wird ManCity-Torjäger Yaya Touré nicht in bester Erinnerung behalten. imago

Mit 20 Toren hat Yaya Touré, als Mittelfeldspieler wohlgemerkt, Manchester City zum Premier-League-Titel geschossen. Mit der Gegenleistung sind er und sein Berater aber nicht zufrieden. Der ivorische WM-Fahrer fühlt sich von City nicht ausreichend wertgeschätzt. "Das zeigt, dass er ihnen egal ist", schimpft Berater Dimitri Seluk über eine kuriose Episode am Geburtstag seines Klienten, die sich um einen Kuchen, einen Bugatti und einen gefräßigen Klubbesitzer dreht.

Er hat einen Kuchen bekommen. Aber als Roberto Carlos Geburtstag hatte, bekam er einen Bugatti.

Yaya Tourés Berater Dimitri Seluk
Spielersteckbrief Yaya Touré

Touré Yaya

Premier League - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Manchester City
86
2
FC Liverpool
84
3
FC Chelsea
82
Premier League - Torjäger 2013/14
Suarez Luis
31
Sturridge Daniel
21
Yaya Touré
20

Und zwar geht sie so: Vor acht Tagen wurde Touré 31, die City-Profis befanden sich an diesem Tag in den Vereinigten Arabischen Emiraten, um die Meisterschaft noch einmal ausgiebig zu feiern. Via Twitter gratulierte City dem Geburtstagskind, einen Kuchen machte der Scheich-Klub ebenfalls locker. Was fehlte, war eine persönliche Gratulation, und das schmeckte der Partei Touré gar nicht. "Er hat einen Kuchen bekommen. Aber als Roberto Carlos Geburtstag hatte", echauffierte sich Berater Seluk gegenüber der BBC, "bekam er vom Präsidenten Anschi Machatschkalas einen Bugatti."

Das, erklärte Seluk schnell, habe man zwar von den City-Besitzern nicht erwartet, ein paar persönliche Worte jedoch sehr wohl. "Das ist das Mindeste, was sie tun müssen, wenn er Geburtstag hat und die ganze Mannschaft beisammen ist." Zumal die Eigner nach dem Titelgewinn selbst einen "100-Kilo-Kuchen" verspeist hätten.

Seine Liebe zu Barça hat Touré nie verheimlicht

Auch wenn man letzteren Kausalzusammenhang nicht verstehen muss: Touré selbst twitterte inzwischen, alles, was sein Berater gesagt habe, sei "wahr". Denkt er nach dem Kuchen-Eklat also an Abschied, obwohl sein Vertrag noch bis 2017 gültig ist? "Ja", betonte er beim internationalen Sender "beIN Sports", "im Fußball weiß man nie." Alles sei offen. Dass er sich vorstellen kann, seine Karriere bei seinem Ex-Klub FC Barcelona (2007 bis 2010) zu beenden, hatte er nie verheimlicht. Nach der WM, teilte Touré mit, werde er eine Erklärung abgeben. Die Zutaten sind noch geheim.