2. Bundesliga

Achenbach jagt Klopps Marke

Sandhausen: Linksverteidiger vor dem 300. Zweitligaspiel

Achenbach jagt Klopps Marke

Timo Achenbach

Dauerbrenner und Standard-Spezialist: Sandhausens Timo Achenbach. imago

kicker: Wie erklären Sie sich Ihr außergewöhliches Jubiläum, das am Sonntag ansteht?

Timo Achenbach: Ich hatte Glück, bin von Verletzungen verschont geblieben. Dazu kommt: Als Linksverteidiger bist du Stammspieler - oder du sitzt eben meistens draußen. Es zeigt aber auch meine Einstellung.

SV Sandhausen - Die letzten Spiele
Sanluqueno (H)
2
:
1
Sevilla (H)
3
:
1
Spielersteckbrief Achenbach

Achenbach Timo

2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
1. FC Köln
68
2
SC Paderborn 07
59
3
SpVgg Greuther Fürth
57
Trainersteckbrief Schwartz

Schwartz Alois

SV Sandhausen - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.08.1916

Vereinsfarben

Schwarz-Weiß

kicker: Ihr Vertrag in Sandhausen läuft bis 2015. Wie viele Einsätze wollen Sie auf die Marke von 300 noch draufpacken?

Achenbach: Neulich habe ich gelesen, dass Jürgen Klopp 325 Spiele gemacht hat. Weil ich Dortmunder bin und seine Arbeit beim BVB bewundernswert finde, nehme ich mir das nun zum Maßstab.

kicker: Ihre Stationen in Liga zwei lauten Lübeck, 1. FC Köln, Greuther Fürth und Aachen. Schmerzt es Sie, keinen einzigen Einsatz in der Bundesliga zu haben?

Achenbach: In Köln war ich auf einem richtig guten Weg, dann wurde mir im Winter Christian Rahn vor die Nase gesetzt. Als ich 2008 von Fürth weg bin, hatte ich auch ein Angebot aus Freiburg, das im darauffolgenden Jahr aufgestiegen ist. Ich bin aber nicht traurig: Lieber in der 2. Liga auf konstant hohem Niveau spielen, als Auswechselspieler in der Bundesliga sein.

Lieber in der 2. Liga auf konstant hohem Niveau spielen, als Auswechselspieler in der Bundesliga sein.

Sandhausens Linksverteidiger Timo Achenbach

kicker: Welches war Ihre schönste Zeit in Liga zwei?

Achenbach: Meine stärkste Zeit hatte ich in Fürth. Was immer noch schmerzt, ist der Abstieg mit Aachen 2012. Das Team hatte so viel Qualität.

kicker: Welcher Trainer hat Sie geprägt?

Achenbach: Man nimmt von allen etwas mit, zu Beginn meiner Karriere von Dieter Hecking, bei Greuther Fürth von Bruno Labbadia, mit seiner fußballerischen Sichtweise hat mich Peter Hyballa geprägt.

kicker: Aus der Schießbude Sandhausen ist eines der abwehrstärksten Teams der Liga geworden. Warum?

Achenbach: Die Alten wollten den "Fastabstieg" nicht so stehen lassen, die Neuen haben gut reingepasst.

kicker: Was planen Sie nach Ihrer Karriere?

Achenbach: Ich bin dabei, den Trainerschein zu erwerben, absolviere außerdem seit April ein Fernstudium und will den Bachelor im Sportmanagement machen.

Interview: Claus Weber