Frankfurt: Zwei Mittelfeldspieler gesucht

Plötzlich ist Neuhaus wieder eine Option

Union-Trainer Uwe Neuhaus ist nun eine Option für Frankfurt.

Union-Trainer Uwe Neuhaus ist nun eine Option für Frankfurt. imago

Die Frankfurter hatten sich sehr frühzeitig auf Roger Schmidt als Wunschkandidaten festgelegt und als erster Verein die Gespräche mit dem Coach von Red Bull Salzburg intensiviert. Letztlich entschied sich der 47-jährige Trainer für die sportlich und finanziell besseren Möglichkeiten in Leverkusen. Zudem galt Schmidts Ausstiegsklausel in der Mozartstadt nur für die Bundesliga - in dieser Hinsicht war das sportliche Abschneiden der Frankfurter zu lange Zeit unklar.

Zwar muss Hübner nach Schmidts Entscheidung gegen Frankfurt nicht von vorne die Suche starten, denn der 53-jährige Sportdirektor hatte parallel mit weiteren Kandidaten gesprochen, doch muss Hübner nun gegen den Makel ankämpfen, dass der künftige Mann auf dem Trainerstuhl als 1b-Lösung gelten wird. Einigen Wunschträumen aus dem Umfeld, Veh zum Weitermachen zu bewegen, erteilte der aktuelle Coach eine klare Absage. "Wenn ich etwas klipp und klar sage, dann bleibt das auch so. Es gibt kein Zurück", betonte Veh nach dem 0:0 in Hoffenheim am Samstag.

Hübner will der Mannschaft schnellstmöglich Klarheit verschaffen, wer in der kommenden Spielzeit auf der Bank sitzen wird. Die üblichen Verdächtigen von Bruno Labbadia über Thorsten Fink bis zu Thomas Schaaf stehen auf der Liste nicht sehr weit oben - sie wurden wurden entweder nicht kontaktiert (Labbadia), sind intern umstritten (Fink) oder gelten auch als nicht finanzierbar (Schaaf). Das Gedankenspiel, zum Beispiel Sascha Lewandowski aus Leverkusen wegzulotsen, wird im Westen als völlig illusorisch eingestuft.

Neuhaus: Hübners plötzliche Option

Dafür bekam seit dem Wochenende eine andere Personalie neue Nahrung, denn in Berlin muss Uwe Neuhaus als Union-Trainer seinen Stuhl räumen. Vor einem Jahr, als Veh mit der Verlängerung zögerte, war neben Schmidt auch Neuhaus einer von zwei Eintracht-Kandidaten. Der 54-jährige Neuhaus wollte mit den "Eisernen" aufsteigen, doch verspielte er diese Perspektive mit einer schwachen Rückserie. Dadurch dass der Vertrag von Neuhaus bei Union Ende November des vergangenen Jahres erst bis 2016 verlängert wurde, kam die Trennung am Freitag ziemlich überraschend und eröffnet Hübner damit eine neue Variante.

Zwei Mittelfeldspieler sollen kommen

Doch Hübner muss nicht nur einen Trainer suchen, auch neue Spieler sollen kommen. "Wir haben noch zwei, drei Positionen, die wir besetzen wollen. Da ist die ungelöste Baustelle mit Joselu. Außerdem wollen wir im Mittelfeld offensiv links und rechts etwas machen", konkretisiert Hübner die offenen Planstellen im Kader des diesjährigen Europa-League-Teilnehmers.