Champions League

Beiersdorfer glaubt an Wunder und Semak

St. Petersburg: Vor dem Rückspiel in Dortmund

Beiersdorfer glaubt an Wunder und Semak

Sergej Semak

Genießt in St. Petersburg großes Vertrauen: Sergej Semak. imago

"Die Chance ist natürlich nicht allzu hoch", gab Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer (254 Bundesligaspiele für den HSV, Werder Bremen und den 1. FC Köln) in einem Interview bei Gazprom Football zu, um dann Hoffnung zu schüren: "Wenn es uns die Dortmunder ähnlich leicht machen würden, wie wir es vor drei Wochen getan haben, dann haben wir noch eine Chance", erklärte der 50-Jährige. Beiersdorfer weiß aber auch, dass eine enorme Leistungssteigerung des russischen Vize-Meisters notwendig sein wird: "Wir müssen ein völlig anderes Gesicht zeigen", fordert er: "Mit einer sehr guten Leistung können wir in Dortmund gewinnen."

Hoffnung setzt Beiersdorfer auch auf Zenits Übergangs-Trainer Sergej Semak, der erst kürzlich das Amt von Luciano Spalletti übernommen hat. Der Italiener war nach einer desolaten sportlichen Ergebniskrise – nur ein Sieg aus elf Pflichtspielen – geschasst und durch Semak ersetzt worden. Der langjährige Kapitän der russischen Nationalmannschaft genießt jedenfalls großes Vertrauen an der Newa. "Wir trauen ihm diese große Aufgabe zu, in Dortmund alles aus der Mannschaft herauszuholen, um den BVB zu besiegen", betonte Beiersdorfer. Dennoch wird Semak das Zenit-Team nicht dauerhaft betreuen. Bereits am Donnerstag wird der neue Trainer André Villas-Boas vorgestellt.

Zunächst freut sich Beiersdorfer aber auf das Gastspiel in Dortmund: "Die Atmosphäre in Dortmund ist beeindruckend. Es ist ein wirkliches Erlebnis, vor mehr als 80.000 Zuschauern zu spielen." Ganz so voll wird es am Mittwoch allerdings nicht werden: In der Champions League sind nur maximal 65829 Zuschauer in Dortmund zugelassen.