Champions League

5:1 vor 20 Jahren - Hoffnung auf ein Déjà-vu

Vor dem finalen CL-Gruppenspiel gegen Paris St. Germain

5:1 vor 20 Jahren - Hoffnung auf ein Déjà-vu

Seitenwahl: Thomas Helmer und PSG-Kapitän Rai (li.) stehen beim spanischen Schiedsrichter Manuel Diaz Vega zur Seitenwahl.

Seitenwahl: Thomas Helmer und PSG-Kapitän Rai (li.) stehen beim spanischen Schiedsrichter Manuel Diaz Vega zur Seitenwahl. imago

Seinem FCB-Teamkollegen Thomas Helmer fällt da schon mehr ein zum seinerzeitigen Ablauf. "Die Tore fielen immer zum richtigen Zeitpunkt", sagt der damalige Kapitän. Giovane Elber gelang schon in der 4. Minute die 1:0-Führung, Carsten Jancker erzielte das 2:0 (20.) und mit feinem Schlenzer das 3:0 (47.). Simones Verkürzung auf 1:3 (48.) konterte Helmer selbst mit dem 4:1 in der 50. Spielminute. Es ging also Schlag auf Schlag nach der Pause.

Helmer in Gerd-Müller-Manier

Helmers Tor entstand so: Eine Freistoßflanke des Linksverteidigers Michael Tarnat segelte an drei französischen Akteuren vorbei an den Fünfmeterraum, Helmer löste sich von seinem Bewacher, nahm den Ball mit dem rechten Fuß an, ließ ihn anderthalb Meter abtropfen und beförderte ihn, das linke Bein ausfahrend, grätschend Richtung PSG-Kasten, wo Torhüter Revault beide Fäuste hochriss, die Kugel aber nur noch neben den rechten Pfosten ins Netz klatschen konnte, 4:1 für die Bayern. Dieser Bewegungsablauf hatte etwas von Gerd Müller, dem größten Torjäger aller Zeiten.

Schützenfest im Olympiastadion

"Es war damals eine richtig gute Stimmung im Stadion", erzählt Helmer, 45.000 Zuschauer sahen den 5:1-Erfolg , den Elber in der 73. Minute mit seinem zweiten Treffer festmachte. "Wir haben uns damals extrem gefreut", sagt Helmer und fügt witzelnd hinzu: "Unter Trap haben wir ja nicht so oft viele Tore geschossen." Giovanni Trapattoni, der italienische Trainer, bevorzugte die Defensive. "Mir hat das Spiel damals Spaß gemacht", sagt Helmer, "ich durfte ja Libero spielen", vor dem Torwart Oliver Kahn und hinter den beiden Innenverteidigern Markus Babbel und Sammy Kuffour. Zur Erklärung: Die geliebte Rolle des freien Mannes in der Abwehr durfte Helmer in München nicht immer spielen.

Karlheinz Wild, beim 5:1 in München im Olympiastadion anwesend

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