Köln: Linksverteidiger besitzt Ausstiegsklausel

Pause für Lehmann, Vertrag für Hector?

Starke Entwicklung: Kölns möchte mit Linksverteidiger Jonas Hector, hier rechts gegen Hamburgs Beister, vorzeitig verlängern.

Starke Entwicklung: Kölns möchte mit Linksverteidiger Jonas Hector, hier rechts gegen Hamburgs Beister, vorzeitig verlängern. imago

Die muskulären Probleme Lehmanns seien "nichts Ernstes", beruhigt Stöger. Auf Innenverteidiger Bruno Nascimento muss der Coach aber im Trainingslager verzichten, der 22-Jährige wurde am Sprunggelenk operiert.

Mit dabei ist neben den Nachwuchsspielern Daniel Mesenhöler (18, Tor), Jannis Nikolaou (30, Innenverteidiger) und André Wallenborn (18, linker Verteidiger) selbstverständlich auch Jonas Hector. Der 23-Jährige erlebte auf dem Rasen einen spektakulären Aufstieg, der FC möchte den Defensivspieler gerne länger binden.

Hector, der erst seit 2012 bei den Profis und als linker Verteidiger spielt, absolviert eine starke Saison. "Er war auch in den schlechteren Spielen einer der Besten", weiß Stöger - Hector ist der notenbeste Außenverteidiger.

"Seine taktischen Probleme hat er nahezu abgestellt, er macht kaum noch Stellungsfehler. Er hat einen großen Schritt gemacht", lobt der Trainer. Hector ist ein Schnell-Lerner. Stellte ihm Stöger zu Saisonbeginn Abwehrchef Maroh zur Seite, damit dieser ihn führt, so ist dies nicht mehr nötig. "Jonas übernimmt für seine Position viel Führungsarbeit. Das hat sich unheimlich gewandelt", so Stöger.

Der gelernte Mittelfeldakteur hat sich links hinten auch wegen seiner Einstellung schnell zurechtgefunden. "Ich versuche in jedem Training alles abzurufen. Ob ich einen Konkurrenten habe oder nicht, spielt da keine Rolle." Die Eigenmotivation ist ein Plus und eröffnet dem Spätstarter Perspektiven. "Er ist am Boden geblieben, arbeitet konsequent. Vom Gesamtpaket her kann er 100-prozentig Bundesliga spielen. Er könnte eine große Karriere vor sich haben", analysiert Stöger den spielstarken Akteur.

In der 2. Liga ragt er heraus. Hector wäre aber auch für die 1. Liga gesetzt. So oder so. Verfügt er doch über eine Ausstiegsklausel, falls der FC nicht aufsteigt. Sein Positionswechsel nutzt ihm. "Das kann ein Vorteil sein, weil es links hinten keine so hohe Dichte an guten Spielern gibt", weiß Hector.

Vergangene Saison lockte ihn Nürnberg, Hector verlängerte bis 2016. Dass ihn auch jetzt Klubs im Auge haben, ist klar. Doch Hector möchte bleiben, versichert er. "Im Moment gibt es für seine Entwicklung keinen besseren Verein", sagt Berater Rainer Derber. Unabhängig von der Klausel will Sportdirektor Jörg Schmadtke Hector länger binden: "Dass man das versuchen wird, steht außer Frage." Dafür muss der FC aber aufsteigen.