Mainz: Torwartfrage ist entschieden, Systemfrage noch nicht

Tuchel zieht Karius vor - Was wird aus Wetklo?

Loris Karius bleibt im Tor, Christian Wetklo (re.) muss zuschauen.

Zugeschnappt: Loris Karius bleibt im Tor, Christian Wetklo (re.) muss zuschauen. imago

"Weil er sich das verdient hat", beordert Tuchel Karius für die Spiele bis zum Jahresende ins Tor. "Er hat das dreimal gut gemacht", lobte der Trainer die bisherigen Auftritte des Schlussmannes (kicker-Durchschnittsnote 2,5), "ich mag seine Ausstrahlung, Unaufgeregtheit und Konzentriertheit." Besonders beeindruckt hat Tuchel die Reaktion von Karius nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt (1:0), als er in seinem ersten Bundesliga-Spiel gleich ohne Gegentor blieb.

"Nach seiner guten Leistung in Bremen war klar, das Loris im Tor bleibt", ließ Tuchel wissen. Der FSV gewann 3:2 bei Werder, Karius (kicker-Note 2) sicherte den Dreier. Gut für Mainz, schlecht für Wetklo. Der Routinier dürfte nach seiner abgelaufenen Rotsperre wieder spielen, bleibt aber außen vor. Sogar ganz? Tuchel will noch entscheiden, ob er Wetklo oder Christian Mathenia, der zuletzt als Ersatzkeeper dabei war, im kommenden Spiel am Freitagabend beim noch sieglosen 1. FC Nürnberg auf die Bank setzen wird.

Spielersteckbrief H. Müller

Müller Heinz

Spielersteckbrief Wetklo

Wetklo Christian

Spielersteckbrief Karius

Karius Loris

Spielersteckbrief Mathenia

Mathenia Christian

Trainersteckbrief Tuchel

Tuchel Thomas

Soto-Sperre - 1:1 oder Systemwechsel?

Im Schatten der Torwart-Entscheidungen standen aber auch noch andere Personalien auf dem Plan. So wird Tuchel beim Club auf Nicolai Müller setzen können, der seine Schmerzen im linken Sprunggelenk überwunden hat und am Donnerstag ganz normal trainieren konnte. Die Frage, die sich Tuchel noch stellt: Wie kann der Ausfall von Elkin Soto kompensiert werden? Soll der Routinier 1:1 ersetzt werden oder reagiert der FSV-Coach mit einer Systemumstellung? Tuchel will in dieser Sache noch eine Nacht drüber schlafen. Die schlaflosen Nächte in der Torwartfrage dagegen sind vorüber.

Andreas Hunzinger