Greuther Fürth: Am Montag geht's zum TSV 1860 München

Kramer: Starke Laufleistung, aber nicht immer effizient

"Laufarbeit ist die Basis für den Erfolg": Fürths Trainer Frank Kramer.

"Laufarbeit ist die Basis für den Erfolg": Fürths Trainer Frank Kramer. imago

Für Fürths Trainer Kramer ist es wenig überraschend, dass sein Team nach 14 Spieltagen Spitzenreiter in Sachen Laufleistung ist. 120,81 Kilometer spulen Fürths Dauerläufer im Schnitt pro Partie herunter. Den zweitbesten Wert weist der Karlsruher SC mit 120,56 km auf. Dass es aber große Unterschiede in Liga zwei gibt, zeigt der Wert des Schlusslichts dieser Kategorie. Energie Cottbus war bisher durchschnittlich 111,46 Kilometer unterwegs.

"Ist doch nicht schlecht, einmal an der Spitze zu stehen", witzelt Kramer. Fitness, Ausdauer und Beweglichkeit sind elementare Bausteine seiner Trainingsphilosophie. Das kommt nicht von ungefähr. Der 41-Jährige ist nicht nur Profi-Trainer und Gymnasial-Lehrer, sondern war auch drei Jahre als Dozent an der Universität Erlangen-Nürnberg am Institut für Sportwissenschaften und Sport tätig.

2. Bundesliga - 15. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
1. FC Kaiserslautern
28
2
1. FC Köln
27
3
SpVgg Greuther Fürth
26
Trainersteckbrief Kramer

Kramer Frank

SpVgg Greuther Fürth - Die letzten Spiele
Regensburg (H)
0
:
2
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2
:
0

"Läuferisch sind wir immer sehr gut unterwegs. Es ist ein Faktor, der unser gutes Abschneiden bisher belegt", sagt Kramer, der schon nach den ersten beiden Spieltagen konstatierte: "In diesem Bereich macht uns in der Liga keiner was vor."

Die Laufbereitschaft hat sich auch schon öfters ausgezahlt. Ob in Aalen (2:0), beim KSC (2:1), gegen Kaiserslautern (2:1) oder beim FSV (1:1): Auf einen engagierten Schlussspurt ist bei den Fürthern Verlass.

Kramer: "Wir müssen die Wege konsequent bespielen"

Allerdings räumt er ein: "Wir müssen in dem, was wir tun, effizienter werden." Denn im Vergleich zum Tabellenzweiten betreiben andere Spitzenteams wie Köln (116,20), Union Berlin (114,40) und Kaiserslautern (112,38) weit weniger Aufwand. "Die Laufarbeit ist die Basis, um erfolgreich zu sein", fährt Kramer fort, "wir müssen die Wege aber konsequent bespielen, so dass der Stürmer nicht dreimal anlaufen muss."

Die Laufbereitschaft ist für Kramer sowieso nur einer von mehreren Indikatoren: "Die Geschwindigkeit, die Anzahl der Sprints, die Lauf- und Passwege, all das zusammen ergibt doch erst ein aussagekräftiges Bild."

"Löwen" sind ebenfalls enorm laufstark

Es wird am kommenden Montagabend auch auf andere Indikatoren als die reine Laufleistung ankommen: Der gastgebende Gegner TSV 1860 München ist mit 120,02 Kilometern auf Rang drei dieser Statistik zu finden und nur unwesentlich schwächer als die Franken.

Von Almer bis Zoller: Beständig, explosiv oder cool