Bundesliga

Mak will Tore sprechen lassen

Nürnberg: Wiedersehen mit Ex-Trainer Hecking

Mak will Tore sprechen lassen

Robert Mak und Dieter Hecking

Funkten nicht immer auf einer Wellenlänge: Nürnbergs Robert Mak und seine ehemaliger Trainer Dieter Hecking. imago

Einen "Himmel-und-Hölle"-Spieler nannte Hecking einst Mak. Denn an guten Tagen ist der Slowake im Dress des 1. FC Nürnberg dank seiner Schnelligkeit und seiner herausragenden Technik von den Gegenspielern kaum einzufangen. Dann kann der listige Offensivspieler mit seinen Finten und seinem Zug zum Tor zum "Spiele-Entscheidungsfaktor" werden.

Der Haken an der Sache: Viel zu selten rief der 22-Jährige sein zweifelsohne vorhandenes Potenzial bisher ab. Im Training soll er sich zudem des Öfteren hängen lassen, im Spiel verliert er urplötzlich den Faden und reihenweise leichtfertig die Bälle, ohne konsequent nachzusetzen.

Hinzu kommen Undiszipliniertheiten, wie jene im Oktober 2012, als er nach seiner Auswechslung beim 0:3 in Freiburg abfällige Bemerkungen über seinen damaligen Vorgesetzten Hecking twitterte. "Verdammter Trainer", schrieb Mak in erster Enttäuschung.

Als einen "dummen Fehler, der lange zurückliegt", bezeichnet Mak heute den Vorfall. Und statt markiger Sprüche will Mak in Zukunft lieber Tore sprechen lassen. So wie am vergangenen Freitag, als er beim 2:0-Sieg der Slowakei in Polen seinen ersten Treffer im Nationaldress erzielte.

Allerdings ist noch gar nicht sicher, ob Mak gegen den VfL Wolfsburg zum Zuge kommen wird. Unter dem neuen Coach Gertjan Verbeek stand Mak zwar zweimal in der Startelf, doch wegen einer Verletzung musste er sich zuletzt die Partie in Mönchengladbach (1:3) von außen ansehen. Trotz der Niederlage zeigte der Club seine wohl beste Saisonleistung, was die Chancen Maks auf die Startelf mindert: "Die Mannschaft hat sehr gut gespielt, leider nur zu selten getroffen", so der Slowake.

Dennoch verspürt Mak unter Verbeek Aufwind. Im Offensivkonzept des Niederländers könnte der Dribbler dank seiner Schnelligkeit mit und ohne Ball eine tragende Rolle spielen. Vorausgesetzt, das "schlampige Genie" Mak findet den Abzweig zu seriöser Konstanz. In den nächsten drei bis vier Monaten dürfte sich entscheiden, ob der Hochveranlagte beim Altmeister doch noch die Kurve kriegt.